Aug 30

Die derzeitige Situation der Beleuchtung im urbanen Außenraum stellt sich dem Betrachter noch in einem Anfangstadium dar. Nur einzelne gesamtstädtische Masterplanungen oder Lichtprojekte wurden bisher im europäischen Raum umgesetzt. Das Stadtbild ist noch geprägt von unterschiedlichen Lichtakzenten die jedoch meist in Konkurrenz zueinander treten und keinen konzeptionellen Zusammenhang ergeben. Der Einsatz des Lichtes als Mittel des Stadtmarketings sowie zur Charakterisierung und Inszenierung urbaner Räume – ein bislang stark vernachlässigter Faktor
– möchten jetzt viele Städte nachholen. Dabei ist nicht nur die Aufstellung einer umfassenden Lichtmasterplanung notwendig, sondern auch deren rechtskräftige und nachhaltige Festschreibung, beispielsweise im Flächennutzungs- und Bebauungsplan oder in einer Gestaltungssatzung.

Ziel der Dokumentation ist es auch, das Bewusstsein für die Bedeutung, die Qualität und den Zweck von Lichtplanungen im städtischen Kontext weiterzuentwickeln und insbesondere auf die sinnvolle und zielgerichtete Verwendung und auf das technische Potenzial zur heutigen Zeit (2006) der Computertechnik in der Planung hinzuweisen. Darüberhinaus soll anhand beispielhafter Lichtkonzeptionen im urbanen Außenraum die Darstellung der historischen, lichttechnischen, wahrnehmungsorientierten und getalterischen Aspekte der Lichtplanung aufgezeigt und anhand einer prototypischen Lichtmasterplanung für die Stadt Bamberg exemplarisch vorgestellt werden.

Die Beleuchtung des urbanen Stadtraumes (full paper)

Martin Reichrath

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