Oct 05

Urban Code - der virtuelle Citybummel durch aalen

Norman Kratz entwickelte in Zusammenarbeit mit Sebastian Althoff und Gregor Landwehr ein städtisches, mobiles Informationssystem für Aalen. Der Besucher wird dabei mit einem animierten Spion durch die Stadt geführt. Kleine Filme, in denen er spricht, sollen den Ortsfremden verschiedene Sehenswürdigkeiten und historische Gebäude näher bringen.

Die Kommunikationstechnologie befindet sich im Wandel. Längst ist das Internet nicht nur am Firmen- oder Heimcomputer verfügbar, sondern durch die rasante Entwicklung der Mobilfunktechnologie auch auf dem Mobiltelefon. Die Bedeutung des Handys wächst somit vom einfachen Kommunikationsmittel zwischen Personen (Telefonie und SMS) zum Allzweck-Kommunikator. Die Entwicklung des stationären Internets hat in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass sich eine revolutionäre Technologie trotz anfänglicher Inhibitoren wie Kosten oder mangelnder Benutzerfreundlichkeit letztendlich durchsetzen kann. Wurde das stationäre Internet in seinen Anfangszeiten nur von wenigen Experten genutzt, so ist es mittlerweile zu einem Massenmedium geworden, auf das nicht mehr verzichtet werden kann. Diese Revolution führte gleichsam zu erheblichen gesellschaftlichen Veränderungen: Die Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft wandelte sich zur Informationsgesellschaft und letztendlich zur heutigen Wissensgesellschaft. [Streich 2005] Ähnliches scheint sich nun im Hinblick auf das mobile Internet zu wiederholen. Bis vor einigen Jahren wurde es nur von einer geringen Bevölkerungsgruppe genutzt, während heute die Anzahl der mobilen Internetnutzer einen stetig steigenden Trend aufweist. Durch die immer bessere Ausstattung der Endgeräte, die steigende Verfügbarkeit von schnellen Übertragungsnetzen und die sinkenden Verbindungskosten ist es zu erwarten, dass sich das mobile Internet in den nächsten Jahren zu einem Massenphänomen entwickeln wird. Die Informationen des World Wide Webs (WWW) sind somit zu jeder Zeit und an jedem Ort verfügbar. Doch daraus ergeben sich auch neue Anforderungen, denn die heute im Internet verfügbaren Informationen wurden primär für die stationäre Nutzung geschaffen, also per Computer zu Hause oder am Arbeitsplatz. Alleine die Mobilität des Nutzers stellt bereits eine Herausforderung für die mobile Internetznutzung dar, zudem müssen nun Inhalte auf einem Gerät dargestellt werden, für die es eigentlich nicht geschaffen wurde. Hinzu kommt die steigende Anzahl an verfügbaren Informationen im Internet, die es schon dem stationären Nutzer erheblich erschweren, schnellstmöglich die gewünschten Antworten auf seine Fragen zu erhalten.

Noch befindet sich das mobile Internet in seiner Anfangsphase, deshalb ist es wichtig, frühzeitig auf diese Herausforderungen zu reagieren. Auch Städte müssen ihre bestehenden Informationssysteme an die Anforderungen des mobilen Internets anpassen und neue Anwendungen entwickeln, denn insbesondere die Mobilität des Nutzers bietet ein hohes Potential Stadt- und Tourismusmarketing: Während Informationen über eine Stadt bisher nur im stationären Internet zu finden waren, können diese dem Nutzer nun per mobilem Internet vor Ort bereit gestellt werden. Dabei können sie den Besucher und den Bewohner einer Stadt in seinen alltäglichen Fragestellungen unterstützen und somit zur Förderung eines positiven Innen- und Außenbildes (Image) beitragen.

Diplomarbeit zum Download

Weiterführende Websites zu den mobilen Informationssystemen:  http://www.aalen.de/citybummel-virtuell/http://www.urban-code.de/

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