Oct 17
Anwendungsbereiche von Geoinformationssystemen am Beispiel von Gemeindeentwicklungskonzepten im Saarland


SiedlungsentwicklungAbbildung: Siedlungsentwicklung GEKO Bous (Stadtplusland, 2011)

Die Städte und Gemeinden der Bundesrepublik haben zunehmend mit den sogenannten “Megatrends” (BAMF, 2011) Demografischer Wandel, Globalisierung und immer stärker werdendem sozialen Wandel zu kämpfen. Ohne entsprechende Anpassung in der Entwicklungsplanung ist auf Dauer mit einer sich stetig verschlechternden Situation der Städte und Gemeinden im nationalen und internationalen Wettbewerb zu rechnen.
Die Zukunftsaufgabe der Länder, Regionen, Städte und Kommunen soll es daher sein, einen Weg zu finden, ihre zukünftige Entwicklung individuell zu planen und sie an die sich ständig ändernden Rahmenbedingungen und deren Folgen anzupassen. Aktuell werden Gemeindeentwicklungskonzepte in den saarländischen Kommunen zur Bewältigung dieser Aufgabe eingesetzt. Diese sollen den aktuellen Zustand der Gemeinden umfassend beschreiben und entsprechende Handlungserfordernisse ausarbeiten.
Aufgrund der fehlenden Basis an benötigten Daten in fast allen inhaltlichen Bereichen der sog. GEKOs, gestalten sich die Beschreibungen und Analysen der Kommunen, sowie die konzeptionellen Visualisierungen jedoch oft schwierig. Das Ergebnis sind stark textlastige Berichte, die nur vereinzelt Grafiken zur Unter­stützung der Textpassagen beinhalten.
Gerade die grafische Auf­bereitung ist es aber, die vom Bürger als Adressaten der GEKOs am besten und effektivsten verarbeitet werden kann und daher als äußerst wichtig eingestuft wird (vgl. Doelker, 2005). Außerdem ist vor dem Hintergrund der INSPIRE-Richtlinie der Europäischen Union eine umfassende Datengrundlage für alle Kommunen des Landes notwendig und hilfreich und daher auch Ziel dieser Arbeit.
Diese Arbeit beschäftigt sich damit, zu ausgewählten Themenbereichen der Gemeindeentwicklungskonzepte(GEKO) im Saarland möglichst einfache, exemplarische Visualisierungen zu erstellen und die dafür notwendige Datenstruktur zu schaffen. Die Visualisierungen sollen den Bürgerinnen und Bürgern ein besseres Verständnis der städtebaulichen Problembereiche und Analysen innerhalb der GEKOs ermöglichen. Eine Datenbasis, die nach der ausgearbeiteten Struktur erstellt wurde, ist dabei uneingeschränkt auch für Karten für stadtplanerisches Fachpublikum zu verwenden. Grundlage aller Visualisierungen und Karten ist hier das GEOINFORMATIONSSYSTEM ARCINFO der Firma ESRI.

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