Oct 05

Visualisierungsmöglichkeiten im Stadt-, Regional- und Planungsmarketing

Diplomarbeit_Gregor-Landwehr_Visuelles-Raummarketing

Räume stellen für die Menschen eine starke Identifikationsebene dar – sei es in der Wahrnehmung von Heimat und Fremde oder im alltäglichen Wohn- und Arbeitsumfeld. Sie selbst werden mit der Stadt und der Region, in der sie leben, gleichgesetzt. Die Eindrücke, die nach „außen“ dringen, müssen jedoch mit den Tatsachen nicht zwingend übereinstimmen. Negative Vorurteile oder Gerüchte können sich so über den gesamten Raum und auf alle dort lebenden Menschen erstrecken. Und es bleibt nicht beim Gefühl – wenn sich Unternehmen und Urlauber von der Stadt und der Region abwenden, hat der schlechte Ruf direkte wirtschaftliche und soziale Folgen. Die landschaftliche und urbane Umwelt des Menschen ist geprägt von ständigen zumeist geplanten Veränderungen. Diese Entwicklungen betreffen oft große Teile der Bevölkerung. Insbesondere in Deutschland leben die Menschen in verdichteten Räumen, die die Wahrscheinlichkeit von Interessenskonflikten erhöhen. Raumplanung muss diese Menschen an den geplanten Maßnahmen beteiligen, damit sich der Raum im Sinne all derer entwickelt, die ihn tagtäglich (er-) leben.

Raummarketing hat die Aufgabe, das Image von Städten und Regionen im Sinne der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Entwicklung zu verbessern. Mit Hilfe von Maßnahmen des Raummarketings soll die Bevölkerung für raumplanerische Prozesse gewonnen und für geplante Projekte überzeugt werden. Die Kommunikation zwischen allen Beteiligten steht dabei im Mittelpunkt. Visualisierungen spielen für all diese Aufgaben eine wichtige Rolle. Sie können Eindrücke und Visionen vermitteln und für Transparenz und Nachvollziehbarkeit sorgen.

Diese Arbeit befasst sich mit den visuellen Möglichkeiten des städtischen und regionalen Marketings zur Imageverbesserung sowie der Marketingmaßnahmen zur Begleitung von Planungsprozessen. In der Arbeit soll dargelegt werden, warum visuelle Botschaften Menschen in besonderer Weise erreichen können, in welcher Form Marketingmaßnahmen Einfluss auf Entscheidungen haben können und was Städte und Regionen tun können, um diese Erkenntnisse in ihrem Sinne und im Sinne ihrer Einwohner zu nutzen.

Diplomarbeit zum Downloaden

Tagged with:
Oct 05

Am Beispiel des Imagefilms
„inBewegung – eine Reise durch den Landkreis Germersheim“

„inBewegung – eine Reise durch den Landkreis Germersheim“

Die deutschen Regionen, Städte und Landkreise unterliegen einem andauernden und verschärften Standortwettbewerb. Es wird unter anderem um Einwohner, Arbeitsplätze, die Ansiedlung von Unternehmen, Übernachtungszahlen und Touristen sowie bedeutende Sport-, Kultur- und Freizeitveranstaltungen konkurriert [vgl. Konken 2000: S.21]. Diese ständige Konkurrenzsituation begründet sich vor allem durch die Globalisierung, die Bevölkerungsentwicklung, den Wertewandel und die Individualisierung der Lebensstile. Es haben sich somit die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Städte und Regionen, ebenso wie die gesellschaftlichen Werte stark gewandelt. Hinzu kommen eine weiter steigende Mobilität der Bevölkerung, ein gesteigertes Konsum und Freizeitverhalten und die hohe Bedeutung von Informations- und Kommunikationstechnologien. Ergebnis ist eine Unabhängigkeit, beziehungsweise auch Ungebundenheit der Bevölkerung an einzelne Standorte [Buss/ Fink-Heuberger 2000: S.111]. Gleichzeitig werden die weichen Standortfaktoren immer bedeutender bei der räumlichen Entwicklung. Neben den Freizeitmöglichkeiten, der Lebensqualität, Kulturangeboten und einer ansprechenden Landschaft, ist hier insbesondere der Begriff Image zu nennen. Das Image hat mittlerweile einen entscheidenden Einfluss auf die zukünftige Entwicklung eines Raumes. Entsprechend muss es Bestrebung einer jeden Region, Stadt oder Landkreises sein, das eigene Image zu verbessern, um sich von den Konkurrenten abheben zu können [vgl. Schuckel 2001: S.3].

Generell ist zu beachten, dass nicht nur Regionen und Städte durch ein schlechtes Image Nachteile erfahren können, sondern auch der Raumplaner und seine Tätigkeiten haben sich mit der Problematik eines wenig profilierten Images und einer geringen Akzeptanz in der Bevölkerung auseinander zu setzen. Bei dem Transport eines Images, unabhängig davon, ob positive oder negative Gegebenheiten sowie Neuigkeiten vermittelt werden, übernehmen die Medien eine wesentliche Rolle bei diesem Imagetransport. Um ein Image im positiven Sinne zu beeinflussen und die Bekanntheit zu steigern, ist es unabhängig, ob sich dabei um ein Produkt, ein Unternehmen oder eine Stadt oder Region handelt. Imagefilme stellen ein wichtiges Werkzeug für den Transport des Bekanntheitsgrades dar. Aus diesem Grunde profitieren nicht nur Unternehmen durch den Einsatz von Imagefilmen, sondern auch Regionen, Landkreise und Städte [vgl. Konken 2000: S.34f].

Aufgrund des kaum profilierten Images des Landkreises und den Möglichkeiten, die der Einsatz von Imagefilmen bietet, wurde innerhalb der Kreisverwaltung Germersheim der Entschluss gefasst, für die eigene Region einen Film produzieren zu lassen, der den Landkreis umfassend und mit allen vorhandenen Potentialen repräsentiert. Die Zielsetzung dieser Imagefilmproduktion ist, sowohl das Eigen- als auch das Fremdimage des Landkreises zu verbessern.

Diplomarbeit zum Downloaden

Weiterführende Websites zum Thema der Diplomarbeit: http://www.youtube.com/watch?v=cvuDIBrT8AU

Tagged with:
preload preload preload