Nov 20

Social Networking im Tourismus | Aufgreifen entstehender Potentiale – ein Experiment in Alexandria, Ägypten


Social Networking ist mittlerweile in nahezu alle Lebensbereich eingedrungen. Schon lange geht der Nutzen darüber hinaus, den Kontakt mit ehemaligen Schulfreunden aufrecht zu erhalten. Vor allem im Geschäftsleben (z.B. Xing) und im Bereich des Tourismus haben sich die Netzwerke bewährt. In Letzterem wird dabei in Form des bereitgestellten Contents eine Fülle an Informationen generiert, die unsere Städte beschreiben und auch analysieren. Es ist daher eine logische Schlussfolgerung, dass die Planer dieser Städte sich mit dieser Materie beschäftigen sollten. Dabei ist es jedoch nicht nur wichtig, sich aktiv in den Austausch einzubringen sondern auch die daraus entstehenden Potentiale zu erkennen und zu nutzen. So entstehen in den Netzwerken beispielsweise Geoinformationen, die für die Planung elementar sein können. Durch den zunehmenden Einsatz mobiler Endgeräte (Stichwort: Mobile Social Networking) werden diese generierten Daten zudem immer aktueller und die Anwendung benutzerfreundlicher. Vorteile entstehen dadurch für drei Gruppen: Touristen sowie Planer, gemeinsam mit der dazugehörigen Stadtverwaltung, und auch die lokale Bevölkerung können von dieser Technik profitieren. Die Schlüsselrolle für das Aufgreifen dieser Potentiale besitzen die Planer der Städte. Sie sind es, die in der Verantwortung stehen, die Potentiale zu erkennen und sie sowohl für ihre Gäste wie auch Bewohner der Stadt, verfügbar zu machen. Diese Mühe lohnt sich, denn Social Networking birgt ohne jeden Zweifel die Chance einen Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung oder Wahrung der Qualität unserer Städte beizutragen.
Es ist hierbei darauf hinzuweisen, dass vor allem hinsichtlich der Einbeziehung des Mobile Social Networking in jeglicher Hinsicht Pionierarbeit geleistet wurde. Durch die unausgereifte Technik sowie die häufig fehlende Forschungsbasis auf diesem Gebiet ist es weder möglich eine entsprechende methodische Tiefe zu erreichen, noch ein technisches Standardwerk zu erstellen. Mit dieser Arbeit soll ein erster Anstoß in diese Richtung erreicht werden. Es soll auf die, durch Social Networking entstehenden, Potentale aufmerksam gemacht und verschiedene Ansätze für das Aufgreifen dieser gezeigt werden. In gewisser Hinsicht ist diese Arbeit daher als „Brainstorming“ zu verstehen. Der Pioniercharakter spiegelt sich auch in der Wahl des Beispiels noch einmal wieder. Durch die Durchführung dieses Experiments in Ägypten ergaben sich eine Vielzahl von Hürden, die es so innerhalb Europas nicht gegeben hätte. Insgesamt kann damit die Relevanz dieses Forschungsthemas auch in Form eines Zitats von Justus von Liebig aus dem 19. Jahrhundert zusammengefasst werde:

„Die Wissenschaft fängt eigentlich erst da an interessant zu werden, wo sie aufhört.“

Die vollständige Diplomarbeit kann hier runtergeladen werden.

Tagged with:
Nov 12

In der neuen Ausgabe der PlanerIn 05/09 zum Thema Planung 2.0 haben die Mitarbeiter des cpes, Stefan Höffken und Peter Zeile einen Beitrag publiziert. Stefan Höffkens Beitrag “Vernetzte Kommunikation- Twitter und Weblogs in der Stadtplanung” befasst sich mit den neuen Kommunikationsformen und Publikationsmöglichkeiten im Internet. Das MitmachNetz mit niedrigen Einstiegshürden in der Bedienung, sowie der hohen Flexibilität und Vernetzungsmöglichkeiten wird auf die potentiellen Einsatzmöglichkeiten im Partizipationsprozess der räumlichen Planung beleuchtet.

Cover Planerin 2.0

Einen Überblick über die starken Veränderungen im Bereich des Webmappings bietet Peter Zeile in seinem Artikel: Früher eine Domäne von Spezialisten, so bieten heute Dienste wie Google Maps, Bing Maps oder Google Earth der Planerin/ dem Planer ein reichhaltiges Methodenrepertoire, mit dem Karten und Inhalte schnell und attraktiv präsentiert im Internet publiziert werden können. Im Kontext des Web2.0 Gedanken ist dies die nächste Evolutionsstufe des Internets, wenn es so bezeichnet werden soll, das Web3.0: Daten, die vormals virtuell und ortlos im Cyberspace verfügbar waren, bekommen wieder einen Ortsbezug.

Die Ausgabe der Planerin 05/09 ist in der ARUBI-Bibliothek verfügbar oder kann direkt bei der SRL bestellt werden.

Tagged with:
Sep 09

httpv://www.youtube.com/watch?v=PQGrIsYUm4c

Tagged with:
Aug 05

Die Architekturregion Rheinland-Pfalz und die Region Saar-Lor-Lux im Kontext von Geoweb und Web2.0

Architektur hängt eng mit dem Begriff der Baukultur zusammen und den Vorgängen, wie der Mensch die natürliche und/ oder bebaute Umwelt verändert. Im Gegensatz zum Begriff der Baukunst beinhaltet Baukultur alle gebauten Elemente. Beispielhaft sind hier Ingenieurbauten wie Infrastruktur- oder auch Funktionsbauten zu nennen. Baukultur beschreibt damit Geschichte, Tradition und Identität eines Landes oder einer Region. Im deutschsprachigen Raum sind einige Publikationen zu diesem Begriff erschienen. Dabei ist es jedoch sehr problematisch, dass der Begriff „Baukultur“ in seiner ganzen Bedeutung nur in einem kleinen Spezialistenkreis klar definiert ist, und die breite Bevölkerung, die bewusst und vielmehr auch unbewusst die Baukultur prägt, nicht versteht, dass sie ein Teil der Identität schaffenden Tätigkeiten ist. Bei Beobachtungen neu entstehender Gebäude oder Siedlungen wird dieser Trend vielfach deutlich: Häuser von Fertighausherstellern mit ortsfremden Materialien überwiegen in der Bauweise im Gegensatz zu einer zeitgenössischen aber dennoch regionalen Architektur.

Eine Ursache hierfür ist, dass es kaum eine Publikation oder eine Möglichkeit gibt, sich schnell, regional und vor allem umfassend über qualitätsvoll Gebautes zu informieren, die Medien, allen voran das Fernsehen hat mit den Einrichtungsshows einen gefährlichen Trend zur Beliebigkeit gesetzt.

Eine Lösung dieses Informationsdefizits könnten Communities zu diesem Thema im Internet sein. Einen vielversprechenden Ansatz liefert das MACE Projekt (Metadata for Architectural Contents in Europe), ein von der EU gefördertes Projekt im Rahmen des eContentplus-Programms. MACE verknüpft die über ganz Europa und weltweit verteilten großen Architektur-Archive mit Datenbeständen über bereits realisierte und in Planung befindliche Bauprojekte miteinander und öffnet sie für Interessierte. Neben der Unterstützung zum Finden, Beschaffen und Nutzen einschlägiger Inhalte will MACE die Inspiration von Architekten fördern sowie deren Aus- und Weiterbildung verbessern.

Dazu verknüpft das MACE System die aus verschiedenen Archiven stammenden Informationen anhand zahlreicher Metadaten. Dies geschieht teilweise automatisch, teilweise manuell unter Einbeziehung einschlägiger Communities mittels Web 2.0 orientierter Ansätze.

MACE-Homepage
Bei der Durchsicht der Plattform fällt auf, dass prinzipiell alles dafür gegeben ist, sogenannte „Real-World-Objects“ (das heißt Informationen und Links zu realen Entitäten wie existierenden bzw. ehemals existierenden Gebäuden oder lebenden bzw. bereits gestorbenen Architekten) zu integrieren. Jedoch liegt der Fokus in der Datenbank (noch) auf Dokumenten zum Thema Bauen. Die Idee ist nun, als einen Beitrag zum Thema Baukultur in Rheinland-Pfalz und der SAAR-LOR-LUX Region, Daten zu sammeln und in die Datenbank einzuspielen. Dabei soll auf bestehende Informationen wie zum Beispiel die Homepage der AchitekTouren, UNESCO-World Heritage, Zeitschriften, Foto- Communities etc. zurückgegriffen werden. Wichtig sind hierbei sowohl die Klassifizierung als auch die Georeferenzierung der Objekte. Neben der Einspeisung der Daten ist die kritische Auseinandersetzung mit dem MACE-Portal ein zentraler Punkt des Stegreifes, d.h. es sollen Ideen und Vorschläge entwickelt werden, wie das Thema in Hinblick auf Baukultur, Tourismus, Routing, Webdienste noch besser vermittelbar wäre und über welche Anreize (jenseits des Stegreifes) es gelingen kann, Benutzerpartizipation zu fördern.

Leistungen:

  • Einpflegen von baukulturell interessanten Inhalten in die MACE-Datenbank unter Zuhilfenahme von Web Ressourcen. Die Inhalte sollten anhand der Auswahlkriterien in der MACE-Datenbank formal kategorisiert  und georeferenziert werden. Anschließend ist es hilfreich die Real-World-Objects zu taggen, um damit wikipediaartige Assozationen erzeugen zu können. Der Vorteil liegt darin, dass jeder „Tag“ ein Attribut für weitere Portalfunktionen oder GIS-Anwendungen sein kann.
  • Kritische Auseinandersetzung allgemein mit dem MACE-Portal (Wie sind die vorhandenen Funktionalitäten nutzbar? Welche Funktionalitäten fehlen ggf.?).
  • Auseinandersetzung mit der Fragestellung, ob die MACE-Datenbank (evtl.  nach Modifikationen) auch als Quelle für andere Portale genutzt werden könnte (Mehrwertgenerierung der MACE-Daten).
  • Kann diese oder eine andere Portallösung die Einstellung zum Thema Baukultur und eventuell die Baukultur selbst beeinflussen?

Teams

Die Arbeit ist als Ferienstegreif in 2er Gruppen konzipiert mit einem Bearbeitungszeitraum von 6 Wochen. Abgabetermin ist der 16.9.09.

Besonderheit

Der Stegreif ist als studentischer Wettbewerb ausgeschrieben über das EU-finanzierte MACE- Projekt. Es ist angedacht, die drei besten Arbeiten mit Preisen in ideell als auch sachlich zu honorieren (to be announced…). Dementsprechend liegt neben der fachlichen Auseinandersetzung mit der architektonischen Inhalten ein besonderer Augenmerk auf der Weiterentwicklung der MACE-Community unter Berücksichtigung der Schlagworte:

  • Usability allgemein
  • Neue Ressourcen
  • Einzelne Webseiten (Bookmarks)
  • Neue Metadaten inklusive tags, rating, Kommentare, GeoRSS,…
  • Erweiterung der MACE-Community

Dateidownload

gez. zeile/memmel/exner/streich


Tagged with:
Jul 16

Soeben über den Chip.de Newsticker darauf gestoßen: Der chinesiche Webservice edushi.com (eine chinesische Abkürzung für eCity) bietet eine Interaktive Isometrie Karte von Hongkong an, die mithilfe der Google Maps API präsnetiert wird. Dabei wird auf eine eBOY ähnliche Isometrie Dartsellung zurückgegriffen.

Der Service ist über edushi.com zu erreichen.

edushi hong kong map

Zusätzlich gibt es noch eine ganze Anzahl an anderen chinesischen Städten, leider nur in Chinesisch. Wer die Darstellung von Shanghai noch ausprobieren will, bitte http://sh.edushi.com/ benutzen

Tagged with:
Mar 10

Diplom Ruffing

Nadine Ruffing
„Der Tourist 1.0 hat immer nach unten geguckt. In den Falk-Plan um sich zu orientieren. Der Tourist 2.0.a schaut immer […] komisch nach vorne mit einem Handy am ausgestreckte Arm.Der Tourist 2.0.b schaut immer nach schräg unten auf sein Notebook, um zu vergleichen ob die Bilder, die Google Maps liefert auch wirklich mit der Realität übereinstimmen. Der Tourist 2.0.c bleibt zu Hause, weil er bei einem virtuellen Rundflug schon alles sieht. Und dass stets bei schönstem Sonnenschein.“[INTERNETUSER DACHS30 2007]

Dieser Beitrag eines Bloggers (Kapitel 4.2) zeigt deutlich wie sich der Tourismus in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Während sich der Urlauber früher mittels Reiseliteratur, Hochglanzkatalogen und persönlichen Beratungen im Reisebüro über geeignete Ferienorte und Reiseabläufe informiert hat, nutzt der „Urlauber 2.0“ fast ausschließlich die modernen Informations- und Kommunikationsmedien. Die Informationstechnologien des 21. Jahrhunderts werden zunehmend zum zentralen Element in allen Phasen der Reise (Reisevorbereitung, Aufenthalt, Reisenachbereitung).
Die Anzahl der Medien, die den potentiellen Touristen als Information zur Verfügung stehen, ist mittlerweile enorm gestiegen. Sie können sich nicht mehr nur über konventionelle Printmedien (Reiseführer, Magazine, Prospekte, Zeitungen, etc.), Radiosendungen und über das Fernsehen (Reise- und Länderreportagen, Filme) informieren, sondern vor allem über das Internet. Je nach Verfügbarkeit und technischen Möglichkeiten können Informationen von Webseiten, Internetforen, Reiseportalen, Communities , Weblogs sowie aus Pod- und Videocasts bezogen werden oder die Reise wird direkt in Online-Reisebüros gebucht.

Die Arbeit gibt einen Einblick über aktuelle Trends und wagt eine Prognose über die Zukunft des Tourismus in der Web3.0 /Geoweb Zeit.
Die Arbeit steht hier  zum Download bereit.

Tagged with:
Mar 27

Google Earth, GPS, Geotagging und neue Möglichkeiten für die Stadtplanung

emomap

Mithilfe von Google Earth und GPS-Technniken ergeben sich neue Möglichkeiten
der Stadt-analyse. Durch Einsatz von neuenTechnologien wie Bio-Mapping
werden die Emotionspunkte in Verbindung mit der Aufzeichnung von Vitalfunktionen,
zu einer „Emomap“ der Stadt zusammengefasst.
Ziel dieser Aufgabe ist es,herauszufinden wie Menschen im Stadtraum z.B. in
Mannheim „fühlen“ und welche Aussage in Hinblik auf Stadtstruktur und Stadtgestalt
die planende Disziplin jenseits der tradtionellen Planungstechniken und
-methoden für eine quantitative, bürgernahe Button-Up Planung im formellen als
auch informellen Planungsprozess heranziehen kann.
Zusammenfassend :
Gefühle der Bewohner messen, diese kartografisch festhalten und visualisieren.

Aushang Emomap

Infos zum Tagging bzw. Smartband

Für Teilnehmer aus den Studiengängen Raumplanung und Architektur | Kleines Studienprojekt, Studienarbeit, Doppelwahlpflichtfach

Peter Zeile

Tagged with:
Jun 22

Interessantes Tool zum Integrieren von Google MyMaps in Euren Blog. Gefunden bei http://www.mymapsplus.com

Tagged with:
preload preload preload