May 19

Vortrag auf der REALCORP 2008 von Sebastian Althoff, Thorsten Henkes, Gregor Landwehr, Norman Kratz, Peter Zeile
REALCORP 2008

Der im Süden von Rheinland-Pfalz gelegene Landkreis Germersheim startete im Januar 2007 einen Prozess zur integrierten ländlichen Entwicklung. Das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept, kurz ILEK, dient der Vorbereitung eines auf die Besonderheiten und Potentiale angepassten Regionalmanagements. Es handelt sich hierbei um ein informelles Planungsinstrument, dessen Grundlage die Beteiligung der Bevölkerung ist. Informelle Planungsinstrumente sind ein immer wichtigeres Instrument in der Raumplanung um auf die neuen Herausforderungen eines sich verstärkenden Wettbewerbs der Regionen schneller und flexibler reagieren zu können.
Erstmalig wurde der Versuch unternommen, ein solches Konzept nicht nur in Form eines Abschlussberichtes zu dokumentieren, sondern den Prozess öffentlichkeitswirksam in Form eines Filmes per DVD oder im Internet der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Gegensatz zu Printmedien bietet diese audiovisuelle Dokumentation eine transparente Sicht auf das Konzept, eine breite Wirkung in der Öffentlichkeit und ist gleichzeitig Imagekampagne für die Region.
Der Einsatz neuer Medien bietet neue Arbeitsfelder in der Raumplanung. Der zehnmonatige ILEK-Prozess
wurde daher von Studenten der Fachrichtung Raum- und Umweltplanung begleitet. In enger Abstimmung mit der zuständigen Kreisverwaltung und der Wirtschaftsförderung des Kreises Germersheim entstand so eine Videodokumentation, die sowohl den Ablauf des Prozesses und die daraus resultierenden Projekte als auch gleichzeitig die Potentiale und Besonderheiten der Region insgesamt herausarbeitet. Als öffentlichkeitswirksames Medium visualisiert der Film in knapper und verständlicher Form die wesentlichen Kernpunkte, Abläufe und Ziele des ILEK-Prozesses und vermittelt sowohl den Bürgern als auch den politischen Entscheidungsträgern die teilweise abstrakten Abläufe eines solchen Prozesses. Zusätzlich bietet das Video eine Entscheidungshilfe für andere Regionen, ein solches “Bottom-up“-basierendes Planungsinstrument
wie das ILEK zu initiieren.

Das komplette Paper ist hier zu lesen.

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