Oct 01

Die vorliegende Arbeit untersucht Ausprägungen und Ansätze sowie Chancen und Grenzen neuer Formen der kollaborativen Datenerfassung und mobilen Partizipation mittels Smartphones. Dabei nehmen das Internet – als wohl bedeutendste technologische Erfindung des vergangenen Jahrhunderts – und die aus ihr resultierenden Entwicklungen in den Bereichen Kommunikation, Datener-fassung und Zusammenarbeit zentrale Rollen ein.

Rensch_3

2011 nutzten bereits rund 74% der Deutschen das Internet (vgl. STATISTA, 2012a). Es ist zu erwarten, dass sich dieser Anteil durch die Verbreitung mobiler, internetfähiger Endgeräte – dabei allen voran Smartphones – in Zukunft weiter erhöhen wird. Neue Kommunikations- und Beteiligungsmöglichkeiten sowie Systeme zur kollaborativen Datenerfassung gewinnen zunehmend an Bedeutung. Nicht nur der private und der wirtschaftliche Bereich, welche bereits erheblich durch das Internet beeinflusst wurden, werden zukünftig stark davon geprägt sein: Politik, Verwaltung und Stadtplanung haben die Möglichkeit, internetgestützte Systeme zukünftig in Entscheidungs- und Planungsaktivität zu integrieren und diese somit zu erleichtern.

Rensch_1Die technische Entwicklung von Smartphones schreitet stetig voran und die Spanne der Nutzungsmöglichkeiten wächst kontinuierlich. Neben mobilen Anwendungen zur Erstellung, Visualisierung und Bearbeitung von Ideen und Konzepten spielen neue Melde- und Beschwerdesysteme eine wichtige Rolle. Sie ermöglichen es der Bevölkerung, leichter an politischen und planerischen Entscheidungsprozessen mitzuwirken. Werden lokale Probleme vor Ort von Bürgern erkannt und diese auf entsprechenden Systemen gesammelt und kanalisiert, kann dies der schnelleren Identifikation von Problemfeldern auf höherer Ebene dienen und insgesamt zu höherer Transparenz von administrativem und planerischem Handeln beitragen. Dadurch bietet die kollaborative Datenerfassung mittels mobiler Endgeräte die Möglichkeit, die Kommunikation, die Zusammenarbeit und das gegenseitige Verständnis zwischen Bürger und Verwaltung erheblich zu verbessern.

Diplomarbeit zum Downloaden

Tagged with:
Oct 17
Anwendungsbereiche von Geoinformationssystemen am Beispiel von Gemeindeentwicklungskonzepten im Saarland


SiedlungsentwicklungAbbildung: Siedlungsentwicklung GEKO Bous (Stadtplusland, 2011)

Die Städte und Gemeinden der Bundesrepublik haben zunehmend mit den sogenannten “Megatrends” (BAMF, 2011) Demografischer Wandel, Globalisierung und immer stärker werdendem sozialen Wandel zu kämpfen. Ohne entsprechende Anpassung in der Entwicklungsplanung ist auf Dauer mit einer sich stetig verschlechternden Situation der Städte und Gemeinden im nationalen und internationalen Wettbewerb zu rechnen.
Die Zukunftsaufgabe der Länder, Regionen, Städte und Kommunen soll es daher sein, einen Weg zu finden, ihre zukünftige Entwicklung individuell zu planen und sie an die sich ständig ändernden Rahmenbedingungen und deren Folgen anzupassen. Aktuell werden Gemeindeentwicklungskonzepte in den saarländischen Kommunen zur Bewältigung dieser Aufgabe eingesetzt. Diese sollen den aktuellen Zustand der Gemeinden umfassend beschreiben und entsprechende Handlungserfordernisse ausarbeiten.
Aufgrund der fehlenden Basis an benötigten Daten in fast allen inhaltlichen Bereichen der sog. GEKOs, gestalten sich die Beschreibungen und Analysen der Kommunen, sowie die konzeptionellen Visualisierungen jedoch oft schwierig. Das Ergebnis sind stark textlastige Berichte, die nur vereinzelt Grafiken zur Unter­stützung der Textpassagen beinhalten.
Gerade die grafische Auf­bereitung ist es aber, die vom Bürger als Adressaten der GEKOs am besten und effektivsten verarbeitet werden kann und daher als äußerst wichtig eingestuft wird (vgl. Doelker, 2005). Außerdem ist vor dem Hintergrund der INSPIRE-Richtlinie der Europäischen Union eine umfassende Datengrundlage für alle Kommunen des Landes notwendig und hilfreich und daher auch Ziel dieser Arbeit.
Diese Arbeit beschäftigt sich damit, zu ausgewählten Themenbereichen der Gemeindeentwicklungskonzepte(GEKO) im Saarland möglichst einfache, exemplarische Visualisierungen zu erstellen und die dafür notwendige Datenstruktur zu schaffen. Die Visualisierungen sollen den Bürgerinnen und Bürgern ein besseres Verständnis der städtebaulichen Problembereiche und Analysen innerhalb der GEKOs ermöglichen. Eine Datenbasis, die nach der ausgearbeiteten Struktur erstellt wurde, ist dabei uneingeschränkt auch für Karten für stadtplanerisches Fachpublikum zu verwenden. Grundlage aller Visualisierungen und Karten ist hier das GEOINFORMATIONSSYSTEM ARCINFO der Firma ESRI.

Diplomarbeit zum Downloaden

Tagged with:
May 11

Verknüfung eines WordPressblogs mit mehreren SNS

Die Verlagerung von Informationen in das Internet hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Verfügbarkeit von raumbezogenen Informationen hat sich hin zur visuellen und multimedialen Darstellung im Internet verändert. Dem Nutzer werden zwar weiterhin herkömmliche statische Karten angeboten, jedoch werden diese durch den Einsatz von multimedialen Elementen um Kommunikationsmöglichkeiten bereichert und ferner durch Möglichkeiten der Interaktion ergänzt. Geowebportale sind ein klassisches Beispiel für eine multimediale Verknüpfung einer Karte mit weiteren im Internet verfügbaren Funktionen. Im Vordergrund stehen dabei die Vereinigung von sofortiger Verfügbarkeit von Informationen sowie die schnelle Modifikation und Überarbeitung von Inhalten. Ferner wird der Kommunikations‐ und Informationsprozess über raumbezogene Daten durch ein Geowebportal beschleunigt.

Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht mit der Aufstellung eines Geowebportals für den zukünftigen Eurodistrikt Saar‐ Moselle, einer deutsch‐ französischen Grenzregion, ein aktuelles Projekt. Der zunehmende Prozess interkommunaler Zusammenarbeit, in Hinblick
auf die Positionierung der Region, veranlasst die beteiligten Akteure oftmals ein aktives Regionalmanagement zu betreiben. Spezielle Merkmale der Region sollen dabei im räumlichen Kontext erfasst und zu anderen Regionen abgegrenzt werden.
Alleinstellungsmerkmale, für die Identifizierung der einheimischen Bevölkerung mit ihrer Region, aber auch zur Vermarktung der Region nach Außen, werden mit dem Ziel einer regionalen Imagebildung herausgearbeitet. Der Eurodistrikt Saar‐ Moselle hat sich ebenfalls diese Ziele gesetzt und versucht sie durch die Kooperation mit den ihm zugehörigen Gemeindeverbänden zu erreichen. Erschwerend kommt die deutsch‐ französisch grenzüberschreitende Zusammenarbeit hinzu, welche den Kopperationsprozess um spezielle kulturelle Belange erweitert.

Das Geowebportal des Eurodistriktes Saar‐ Moselle soll so konzipiert werden, dass es drei markante Merkmale verbindet: Das Geowebportal als Informations‐, Kommunikations‐ und Integrationsplattform. Kernelement dieser Plattform wird dabei ein Web Map Service sein, welcher die visuelle Darstellung von raumbezogenen Daten gewährleisten wird. Die Umsetzbarkeit eines solchen Geowebportals wird derzeit in vereinfachter Form für einen Teilraum des Eurodistrikts, den Warndt, getestet. Für diesen wurden in Zusammenarbeit mit dieser Diplomarbeit Kriterien und Rahmenbedingungen für die Aufstellung eines transnationalen Web Map Services entwickelt. Aus den durch die Testversion gewonnen Ergebnisse werden in dieser Arbeit Erkenntnisse für ein Geowebportal Eurodistrikt abgeleitet und Erweiterungsmöglichkeiten, in Hinblick auf die Einbindung von ‚Social Networks’, aufgezeigt.

Bachelorarbeit zum Downloaden

Tagged with:
May 11

GEOwebportale

Der Einsatz von neunen Medien steigt beständig in einer Vielzahl von Bereichen, und auch das traditionelle Stadtmodell aus Holz oder Polystyrol wird durch dreidimensionale Stadtmodelle auf Basis von Computerdaten ersetzt. Dieses Feld ist aber aufgrund der vielen Sonderwege, welche die Kommunen wählen, noch nicht abschließend erfasst worden. Aus diesem Grund haben Städte häufig in unterschiedlichen Ausformulierungen Erfahrungen mit dem Einsatz von dreidimensionalen Stadtmodellen gesammelt. Was an dieser Stelle fehlt, ist eine übergreifende Evaluation, die die Vor- und Nachteile erarbeitet, die eine dreidimensionale Modellierung des Stadtbildes bietet, sowie die Potentiale aufzeigt , die sich daraus ergeben.

Ziel dieser Diplomarbeit ist die Entwicklung von Methoden zur Modellierung und Visualisierung von geodatenbasierten, interaktiven dreidimensionalen Stadtmodellen und deren Einsatz in Planungsprozessen. Hierbei wird auch auf die Skalierbarkeit des Stadtmodelles und die Erstellung der Planinhalte in einer CityGML-basierten 3D-Repräsentation geachtet. Dabei soll insbesondere evaluiert werden, in welchen Bereichen der Planung eine signifikante Verbesserung der Planung oder eine Effizienzsteigerung durch den Einsatz erzielt werden kann. Außerdem ist die Akzeptanz der dreidimensionalen Stadtmodelle bei den unterschiedlichen Akteursgruppen und den für sie erforderlichen bzw. ausreichenden Detailgrad des Stadtmodelles von Interesse. Schließlich wird über einen Web Perspective View Service oder einen frei verfügbaren Geodatenviewer die Bereitstellung des 3D-Datensatzes für die Öffentlichkeit oder innerhalb der Behörden ermöglicht. Mit dieser Zielsetzung soll Kommunen, die bezüglich des Einsatzes von dreidimensionalen Stadtmodellen in der Entscheidungsphase stehen, eine Handreichung zu deren Rahmenbedingungen gegeben werden.

Diplomarbeit zum Downloaden

Tagged with:
Jan 13

Konzeptionelle Ideen zur Entwicklung eines Mobilitätskostenrechners

Mobilitätsausweis

Diese Diplomarbeit wurde im Rahmen der Kooperation des Fachgebietes CPE und CEIT Alanova erstellt, und ist Bestandteil des vom BMVIT geförderten Projekts im Rahmen des ways2go Programm.

Heute gibt es verschiedene und vor allem gegenläufige Trends, die von der Raumplanung beachtet werden müssen. Große Städte und Metropolregionen können ein Wachstum verzeichnen, während es gleichzeitig zu Schrumpfungen in strukturarmen Gegenden kommt. Wie hier die Entwicklungen der nächsten Jahre aussehen und vor welche Herausforderungen Planungsakteure gestellt werden, kann bisher nur erahnt werden. Gleichzeitig gibt es weiteren Bedarf nach innovativen und problemorientierten Instrumenten, die Planung erleichtern und vereinfachen. Gerade im Bereich der Wohnstandortwahl und Mobilität besteht großer Forschungsbedarf, da sich hier in den letzten 20 Jahren enorme Veränderungen ergeben haben, die auch für die Raumplanung von Belang sind.

An dieser Stelle soll der Mobilitätsausweis für Immobilien ansetzen. Dieses Instrument soll Privatpersonen eine Möglichkeit geben, potentielle Wohnstandorte hinsichtlich ihrer Kosteneffizienz abzuwägen oder eine Wohnstandortentscheidung zu überprüfen. Der Immobilienwirtschaft kann der Ausweis eine Grundlage zur Vermarktung von vakanten Immobilien geben. Planer schließlich sollen mit dem Mobilitätsausweis Siedlungsstrukturen und Verkehrsangebot überprüfen und hinsichtlich fehlenden Angebots Gegenmaßnahmen ergreifen können.

Oftmals spielt bei der Suche einer geeigneten Immobilie der Preis die wichtigste Rolle. Zudem ist es wichtig, ob es den Suchenden eher in die Stadt oder auf das Land zieht. Sind diese Kriterien festgelegt, gibt es oft einen mehr oder weniger großen Spielraum an Alternativen. Meist zählt danach ein subjektiver Eindruck, nach welchem der Mieter oder Käufer entscheidet. Welche Kosten durch eine solche Wahl entstehen, ist mittel- und langfristig für einen Immobiliensuchenden kaum abschätzbar. Insbesondere die Kosten für Mobilität spielen in einer solchen Überlegung oft nur eine untergeordnete Rolle. Der Immobilienpreis stellt dabei allerdings nur einen Teil der fixen Kosten dar. Einen großen Teil machen auch die Kosten für Mobilität aus. Deshalb soll mit dem Mobilitätsausweis für Immobilien ein Instrument für Planer, Immobilienbranche und Privatpersonen geschaffen werden, das es ermöglicht, diese Kosten transparent zu machen und eine Immobilie hinsichtlich ihres Mobilitätspotenzials für den jeweiligen Nutzer zu kategorisieren.

Diplomarbeit zum Downloaden

Tagged with:
Apr 30

Innenstadt bürgerfreundlich gestalten –
Aktion „Barrierefreier Bürgersteig“ startet am 5.Mai

Zum diesjährigen „Europaweiten Aktionstag der Menschen mit Behinderung“ wird eine Aktionsgruppe des Arbeitskreises „Barrierefreie Stadt“ der Stadt Kaiserslautern die Barrierefreiheit in der Innenstadt in den Fokus stellen. Dabei will man auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen, die beeinträchtigte Menschen beim Passieren von Innenstadt-Bürgersteigen haben. Die Aktion wird vom Einzelhandelsverband Kaiserslautern und der Werbegemeinschaft „Kaiser in Lautern“ unterstützt.

Vor der Stiftskirche in der Marktstrasse können sich Kaiserslauterer Bürgerinnen und Bürger ab 14:00 Uhr über die Probleme informieren, die beeinträchtigte Menschen beim Benutzen der Bürgersteige haben. Man kann versuchsweise mit einem Rollstuhl einen Parcours durchfahren oder diesen „blind“ mit dem Blinden-Langstock begehen und muss dabei alltägliche Hindernisse wie Werbeaufstellern, Straßenlaternen, Werbefahnen, Warenauslagen, Pflanzenkübeln oder Fahrradständer passieren. Außerdem werden „Führungen auf dem Bürgersteig“ mit freiwählbaren Handicaps angeboten.

Der Blindenparcours wird von Mitarbeitern der Technischen Universität Kaiserslautern, Lehrgebiet für Computergestützte Entwurfsmethoden, (Benjamin Bergner, Timo Wundsam, Peter Zeile) , wissenschaftlich begleitet. In Kooperation mit GESIS (Dr. Jorgos Papastefanou), dem Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, wird erstmals ein Sensor-Armband eingesetzt, mit dem mentale Stressreaktionen an Ort und Stelle in Echtzeit aufgezeichnet werden können. Mit diesem Instrument kann objektiv die mentale Belastung gemessen werden, und damit auch wo und wie stark ein „blinder“ Spaziergang mit mentalem Stress verbunden ist. Darüber hinaus gibt das das Sensor-Armband auch Auskunft über die individuelle Stress-Bewältigungsfähigkeit. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Parcours erhalten am Ende der Aktion ihr individuelles Stress-Profil.

Herzlich eingeladen zu dieser „Selbsterfahrung“ sind insbesondere auch Geschäftsleute und Gastronomen der Innenstadt. Matthias Pallmann-Heger, Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes: “Sondernutzungen vor den Geschäften sind für viele Händler unverzichtbar, allerdings müssen wir Händler natürlich auch sensibel für die Menschen sein, die mit Einschränkungen zu leben haben. Es ist wie so oft im Leben: wenn man sich einmal in die Situation des Anderen hineinversetzt, ändert sich die eigene Perspektive und man erkennt auch Probleme, die man bis dato nicht realisiert hat.”

Darüber hinaus bietet die Aktionsgemeinschaft gemeinsam mit dem Europabeauftragten der Stadt Kaiserslautern am Samstag, 8.Mai 2010, von 10:00 bis 14:00 Uhr vor der Stiftskirche ein buntes Programm aus Musik, Theater und Tanz, das überwiegend von Menschen mit Behinderungen gestaltet wird.

Tagged with:
Nov 20

Social Networking im Tourismus | Aufgreifen entstehender Potentiale – ein Experiment in Alexandria, Ägypten


Social Networking ist mittlerweile in nahezu alle Lebensbereich eingedrungen. Schon lange geht der Nutzen darüber hinaus, den Kontakt mit ehemaligen Schulfreunden aufrecht zu erhalten. Vor allem im Geschäftsleben (z.B. Xing) und im Bereich des Tourismus haben sich die Netzwerke bewährt. In Letzterem wird dabei in Form des bereitgestellten Contents eine Fülle an Informationen generiert, die unsere Städte beschreiben und auch analysieren. Es ist daher eine logische Schlussfolgerung, dass die Planer dieser Städte sich mit dieser Materie beschäftigen sollten. Dabei ist es jedoch nicht nur wichtig, sich aktiv in den Austausch einzubringen sondern auch die daraus entstehenden Potentiale zu erkennen und zu nutzen. So entstehen in den Netzwerken beispielsweise Geoinformationen, die für die Planung elementar sein können. Durch den zunehmenden Einsatz mobiler Endgeräte (Stichwort: Mobile Social Networking) werden diese generierten Daten zudem immer aktueller und die Anwendung benutzerfreundlicher. Vorteile entstehen dadurch für drei Gruppen: Touristen sowie Planer, gemeinsam mit der dazugehörigen Stadtverwaltung, und auch die lokale Bevölkerung können von dieser Technik profitieren. Die Schlüsselrolle für das Aufgreifen dieser Potentiale besitzen die Planer der Städte. Sie sind es, die in der Verantwortung stehen, die Potentiale zu erkennen und sie sowohl für ihre Gäste wie auch Bewohner der Stadt, verfügbar zu machen. Diese Mühe lohnt sich, denn Social Networking birgt ohne jeden Zweifel die Chance einen Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung oder Wahrung der Qualität unserer Städte beizutragen.
Es ist hierbei darauf hinzuweisen, dass vor allem hinsichtlich der Einbeziehung des Mobile Social Networking in jeglicher Hinsicht Pionierarbeit geleistet wurde. Durch die unausgereifte Technik sowie die häufig fehlende Forschungsbasis auf diesem Gebiet ist es weder möglich eine entsprechende methodische Tiefe zu erreichen, noch ein technisches Standardwerk zu erstellen. Mit dieser Arbeit soll ein erster Anstoß in diese Richtung erreicht werden. Es soll auf die, durch Social Networking entstehenden, Potentale aufmerksam gemacht und verschiedene Ansätze für das Aufgreifen dieser gezeigt werden. In gewisser Hinsicht ist diese Arbeit daher als „Brainstorming“ zu verstehen. Der Pioniercharakter spiegelt sich auch in der Wahl des Beispiels noch einmal wieder. Durch die Durchführung dieses Experiments in Ägypten ergaben sich eine Vielzahl von Hürden, die es so innerhalb Europas nicht gegeben hätte. Insgesamt kann damit die Relevanz dieses Forschungsthemas auch in Form eines Zitats von Justus von Liebig aus dem 19. Jahrhundert zusammengefasst werde:

„Die Wissenschaft fängt eigentlich erst da an interessant zu werden, wo sie aufhört.“

Die vollständige Diplomarbeit kann hier runtergeladen werden.

Tagged with:
Oct 05

3D-City-Models in Time – Erstellung und Nutzen von 3D-Stadtmodellen mit zusätzlichen Zeitdimensionen für die Planung am Beispiel des Stadtkerns von Kaiserslautern

Einordnung des Themas

3D-Stadtmodelle haben in den letzten Jahren eine Entwicklung vom belächelten Prototypen zum funktionalen Instrument der Planung vollzogen. Ihr Einsatzfeld ist gewachsen, und die technischen Möglichkeiten vergrößern ihr Potential immer mehr. In den verschiedensten Bereichen werden mit Hilfe des Computers unterschiedlichste Modelle erstellt, die es dem Nutzer ermöglichen, eine virtuelle Realität zu erleben und für den Menschen unzugängliche Blickwinkel und Sichtweisen einzunehmen. Weiterhin sind 3D-Stadtmodelle durch ihr digitales Wesen ein praktikables Instrument, um Daten mit einer hohen Diversität zusammenzuführen und übersichtlich, mit einem Mehrwert darzustellen. Das bedeutet, dass komplexe Daten durch fortschrittliche Visualisierung besser erfasst, verarbeitet und zu Informationen umgewandelt werden können. Im Bezug auf die Planung bedeutet dies, dass verschiedene Aspekte wie gestalterische Belange, technische Probleme oder Öffentlichkeitsbeteiligung in einem interaktiven und erlebbaren Modell werden zu einer projektunterstützenden Anwendung zusammengeführt.

Konkret stellen 3D-Stadtmodelle bis jetzt vor allem im Bereich der Planungsvisualisierung,  der Öffentlichkeitsbeteiligung in der Planung und der Vermarktung von Planungen ein neues Instrument dar. Dieses erfährt eine wachsende Verbreitung und Bedeutung. Das heißt, 3D-Stadtmodelle haben elementare Bereiche der Planung erschlossen und stellen eine Alternative zu haptischen Modellen oder zweidimensionalen analogen Plänen dar. Die Einsatzfelder und der Mehrwert eines solchen Modells sind aber nicht auf die Planung beschränkt, sondern erschließen auch neue Formen der Präsentation für Kommunen. Im Sinne von Stadtmarketing und Imagebildung von Städten können diese Modelle auch im touristischen Bereich einen wertvollen Beitrag leisten. Städte können sich digital aus den verschiedensten Blickwinkeln präsentieren und dem Adressaten Informationen vermitteln, die der Stadt und dem Adressaten nutzen.

Ziele der Arbeit

Ausgehend vom konkreten Beispiel der Stadt Kaiserslautern soll aufbauend auf den theoretischen Grundlagen der 3D-Stadtmodelle ein detailiertes 3D-Stadtmodell des Stadtkerns von Kaiserslautern erstellt werden. Dieses Modell soll zudem mehrere Zeitdimensionen haben, d.h. das Areal des Stadtkerns soll zu verschiedenen Zeitpunkten der Geschichte visualisiert werden, die entweder aus historischer oder planerischer Sicht bedeutsam sind. Um einen Rahmen für den Arbeitsaufwand zu schaffen, wird die Anzahl der Visualisierungszeitpunkte im Vorfeld auf drei begrenzt. Weiterhin soll das Modell einen hohen Detaillierungsgrad besitzen, der den momentanen Stand der Technik auf diesem Gebiet widerspiegelt. Zudem soll das Modell eine Basis für mögliche Erweiterungen darstellen und Metadaten mit Informationen beinhalten. Letztere sollen als Beispiel für ein mögliches Touristeninformationssystem dienen.

Die Arbeit befasst sich mit den bestehenden und neuen Techniken zur Erstellung dreidimensionaler  Stadtmodelle sowie den gängigen Datengrundlagen. Neben diesem Themenfeld sollen mögliche Softwarelösungen, welche für die Erstellung in Frage kommen, untersucht werden. Es soll die Machbarkeit solcher Modelle eruiert werden sowie ihr Nutzen für die Planung. Dabei stellt sich die Frage der Effizienz im Rahmen einer Einbindung in die Planungsprozesse: Kann ein solches Modell den Planungsprozess unterstützen, und welches Aufwand-/Nutzen-Verhältnis stellt sich dabei ein? Welchen Nutzen kann ein solches Modell in einer möglichen Öffentlichkeitsbeteiligung haben? Welche Akzeptanz hat ein solches Modell bei Planern, Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit?

Diese Fragen sollen bei der Erstellung des Modells beantwortet werden und den Fertigungsprozess begleiten. Bei der Erstellung sollen möglichst aktuelle Technologien und Techniken eingesetzt werden, welche den momentanen Stand der Technik widerspiegeln und gleichzeitig einen nachvollziehbaren und effizienten Workflow garantieren. Daneben soll das Modell daraufhin abzielen, im Hinblick auf multiple Einsatzfelder Anwendungsmöglichkeiten einen möglichst hohen Mehrwert [vgl. ZEILE, 2004] zu bieten. Neben der Erstellung des Modells bildet die finale Visualisierung, also die Zusammenführung der Modelle in eine interaktive Anwendung, einen wichtigen Bestandteil der Arbeit. Dabei liegt das Hauptaugenmerk darauf, das Modell einem breiten Publikum mit einer hohen Darstellungsqualität in Bezug auf die Darstellungsperformance verfügbar zu machen, ohne die Editierbarkeit einzuschränken.

Ein weiterer Teil der Arbeit soll die Darstellung der technischen und thematischen Probleme bei der Erstellung eines historischen Stadtmodells sein, um zukünftige Projekte im Sinne der Forschung zu unterstützen und einen nachvollziehbaren Workflow aufzuzeigen. Daneben werden neue Technologien und Trends beleuchtet, die bestehende Probleme lösen oder auch verschlimmern.

-Tony Poesch-

Die Diplomarbeit kann hier heruntergeladen werden.

Tagged with:
Jul 16

METHODEN ZUR ZIELORIENTIERTEN ERSTELLUNG VON 3D-STADTMODELLEN IM KOMMUNALEN KONTEXT

Die vorliegende Arbeit setzt sich zunächst mit den theoretischen Grundlagen und dem typischen Workflow einer 3D-Stadtmodellerstellung auseinander und erläutert detailliert deren einzelne Schritte. Im weiteren Verlauf werden die Programme zur Generierung von 3D-Stadtmodellen Google SketchUp und Autodesk Revit Architecture bezüglich ihrer Tauglichkeit zur Erstellung von 3D-Stadtmodellen verschiedener Detaillierungsstufen getestet.  Als Untersuchungsgebiet zur praktischen Anwendung der Programme dient ein Teil des Sanierungsgebietes „Neustadt West“ in Neustadt an der Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Von der dortigen Bausubstanz wird zuerst mit Google SketchUp ein komplettes 3D-Stadtmodell angefertigt. Zum Vergleich werden einige spezielle Bauten ausgewählt, welche exemplarisch in Revit Architecture modelliert werden. Die Zielsetzung des Projektes ist die vergleichende Bewertung verschiedener 3D-Planungsmethoden im Kontext der Erstellung von 3D-Stadtmodellen, wodurch die Vor- und Nachteile der jeweiligen Vorgehensweisen herausgestellt werden. Hierbei muss zuvor untersucht werden, welche Art von Modell in den verschiedenen Planungsfällen hinsichtlich der Detaillierungsstufe sinnvoll erscheint. Der abschließende Ausblick beleuchtet den aktuellen Stand auf dem Gebiet der 3D-Stadtmodellerstellung sowie die sich bietenden Entwicklungsmöglichkeiten.

3D-Stadtmodell Neustadt Weinstrasse

Die komplette Arbeit steht hier zum Download bereit.

Tagged with:
Jul 16

Analyse möglicher Wirkungen der Wohlfühlfaktoren „Gestalt“ und „Farbe“ auf Menschen in städtischen Gebieten und Integration von Kriterien des Wohlbefindens in den Planungsprozess durch eine „Methode des Beobachter-Entscheids mittels virtueller Wohlfühl-Modelle“

Eine Vielzahl von Sinneseindrücken wirkt jeden Tag auf Menschen ein. Diese Eindrücke können sowohl positiver als auch negativer Natur sein und sind in der Lage, das Wohlbefinden der Menschen zu beeinflussen. Gerade in Städten ist es wichtig, den Menschen einen positiven Eindruck zu vermitteln.

Im Verlauf dieser Arbeit werden zunächst die Möglichkeiten und Methoden der städtebaulichen Gestaltungsplanung genauer beschrieben werden. Diese bilden die Grundlage für die spätere Erstellung einer eigenen Methode. Weiterhin werden die Wohlfühlfaktoren in Städten erläutert und diese für die weitere Anwendung nachfolgend eingeschränkt. Das Augenmerk liegt in erster Linie auf den beiden Faktoren ‚Gestalt’ und ‚Farbe liegen’, da diese von der Stadtplanung direkt beeinflusst werden können.

Auf Grundlage dessen wird eine eigene Methode entwickelt, welche die Aspekte des Wohlbefindens von Menschen in städtischen Räumen mit in die Planung integrieren kann. Diese ‚Methode des Beobachter-Entscheids mittels virtueller Wohlfühl-Modelle’ basiert sowohl auf theoretischen Erkenntnissen wie auch auf der Mitarbeit ausgewählter Beobachter, welche die Planungsalternativen in Form von digitalen Computermodellen erfassen und bewerten können. Somit kann vermieden werden, dass nur die beteiligten Planer die Entscheidungen zu treffen haben.

Im Anschluss wird diese Methode bei einer Umplanung innerhalb eines idealisierten Plangebiets beispielhaft angewendet. Hierbei wurden mehrere Videos erstellt, sowohl von der Ist-Situation, den vier Planungsalternativen als auch von dem sich zuletzt ergebenden Endmodell.

Das Video der Ausgangssituation:

httpv://www.youtube.com/watch?v=QOWVkNepFI8

Eine Variante für die Befragung:

httpv://www.youtube.com/watch?v=vGuFSz09Qs8

Das “aggregierte” Endmodell:

httpv://www.youtube.com/watch?v=UEN3KM6mwpM

Die komplette Arbeit steht hier zum Download bereit.

Tagged with:
Mar 10

Diplom Ruffing

Nadine Ruffing
„Der Tourist 1.0 hat immer nach unten geguckt. In den Falk-Plan um sich zu orientieren. Der Tourist 2.0.a schaut immer […] komisch nach vorne mit einem Handy am ausgestreckte Arm.Der Tourist 2.0.b schaut immer nach schräg unten auf sein Notebook, um zu vergleichen ob die Bilder, die Google Maps liefert auch wirklich mit der Realität übereinstimmen. Der Tourist 2.0.c bleibt zu Hause, weil er bei einem virtuellen Rundflug schon alles sieht. Und dass stets bei schönstem Sonnenschein.“[INTERNETUSER DACHS30 2007]

Dieser Beitrag eines Bloggers (Kapitel 4.2) zeigt deutlich wie sich der Tourismus in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Während sich der Urlauber früher mittels Reiseliteratur, Hochglanzkatalogen und persönlichen Beratungen im Reisebüro über geeignete Ferienorte und Reiseabläufe informiert hat, nutzt der „Urlauber 2.0“ fast ausschließlich die modernen Informations- und Kommunikationsmedien. Die Informationstechnologien des 21. Jahrhunderts werden zunehmend zum zentralen Element in allen Phasen der Reise (Reisevorbereitung, Aufenthalt, Reisenachbereitung).
Die Anzahl der Medien, die den potentiellen Touristen als Information zur Verfügung stehen, ist mittlerweile enorm gestiegen. Sie können sich nicht mehr nur über konventionelle Printmedien (Reiseführer, Magazine, Prospekte, Zeitungen, etc.), Radiosendungen und über das Fernsehen (Reise- und Länderreportagen, Filme) informieren, sondern vor allem über das Internet. Je nach Verfügbarkeit und technischen Möglichkeiten können Informationen von Webseiten, Internetforen, Reiseportalen, Communities , Weblogs sowie aus Pod- und Videocasts bezogen werden oder die Reise wird direkt in Online-Reisebüros gebucht.

Die Arbeit gibt einen Einblick über aktuelle Trends und wagt eine Prognose über die Zukunft des Tourismus in der Web3.0 /Geoweb Zeit.
Die Arbeit steht hier  zum Download bereit.

Tagged with:
Feb 23

Virtuelle Globen gewinnen zunehmend an Bedeutung im Bereich des Internets und in der Planungswelt. Durch sie ist der Nutzer in der Lage, von seinem Computer aus jeden Platz der virtuell nachgebauten dreidimensionalen Welt anzusteuern. Insbesondere die Entwicklung von Google Earth seit 2005 als wegweisende Software ist in diesem Kontext hervorzuheben. Die vergangenen Jahre in diesem Forschungsbereich wurden durch viele neue Entwicklungen geprägt, denn auch Microsoft stellt mit Virtual Earth einen ähnlich aufgestellten Wettbewerber. Die technischen Innovationen im Bereich der virtuellen Globen eröffnen eine Vielzahl an potentiellen Nutzungsmöglichkeiten für die Planungspraxis. Diese Abhandlung wird beispielhaft sinnvolle Integrationsfelder und praktische Anwendbarkeiten aufzeigen und ausgestalten.

In diesem Kontext kann das Planen mit virtuellen Globen im Geoweb einen Beitrag zu Partizipationszwecken und zur Akzeptanzsteigerung von Planung erwirken und wird in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Durch diese Aspekte wird ein Fokus auf die Wissensgenerierung gelenkt, was demzufolge auch neue Impulse für die Wissensgesellschaft mit sich bringt. Deren Bezug zur Planung ist elementar, denn die wichtigste Voraussetzung für planerische Aktivität war und ist Wissen, welches gesammelt, geordnet, ständig erneuert und aufbereitet wird, um für konkrete Planungsaktivitäten in komplexer und verdichteter Form zur Verfügung zu stehen (Streich, 2005).

Der Beweggrund der Arbeit ist es, anhand eines praktischen Beispiels den konkreten Nutzen aufzuzeigen, den virtuelle Globen in der Planungspraxis haben können. Die im theoretischen Teil beleuchteten Aspekte werden anhand des Planungsbeispiels Kaohsiung Intelligent Advanced Science Park einer praktischen Nutzungsimplementierung unterzogen. Hierzu zeigt die Arbeit auf, wie die Planungen für den Universitätspark nördlich der südtaiwanesischen Hafenstadt Kaohsiung so visualisiert werden könnten, damit diese zu Partizipationszwecken und zur Qualifizierung von Entscheidungen herangezogen werden können. In Bezug auf die forschungsleitenden Fragen soll überprüft werden, wie groß die Auswirkungen auf den theoretischen und praktischen Nutzen für den Partizipationsprozess und die Akzeptanzsteigerung sind. Hierbei steht auch die Fragestellung im Vordergrund, wie auf den Entscheidungsfindungs- und Partizipationsprozess Einfluss genommen werden kann und soll und ob solche Visualisierungstechniken zur Qualifizierung von Entscheidungsgrundlagen dienen können. Es wird auch versucht zu eruieren, welche Auswirkungen die zukünftigen technischen Entwicklungen auf den Planungsprozess haben können. Daneben wird die technische Seite inklusive aller Risiken betrachtet, um die jeweils wichtigen Gesichtspunkte und Risiken bei der Arbeit mit virtuellen Globen im Geoweb aufzuzeigen. Damit einhergend wird ein Ausblick gegeben, in wieweit neue Techniken, wie zum Beispiel GPS-gestützte mobile Endgeräte diesen Prozess bereichern können. Nicht zuletzt sollen positive Erfahrungen im Umgang mit komplexen Planungs- und Partizipationsprozessen in anderen Planungsmentalitäten und Kulturbereichen aufgegriffen werden.

Die Diplomarbeit kann hier herrunter geladen werden.

Tagged with:
preload preload preload