Jan 09

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ln der Disziplin der Raum- und Umweltplanung werden dreidimensionale Stadtmodelle in vielen Bereichen bereits genutzt. Da aber auch die Nachfrage nach Monitaringverfahren gestiegen ist, stellt sich die Frage, ob nicht die Möglichkeit besteht, diese beiden Komponenten miteinander zu vereinen und damit ein Instrumentarium anzubieten, mit dem es für die Planung möglich ist, dreidimensionale Stadtmodelle für Beobachtungszwecken zu verwenden und dadurch einen Mehrwert generieren zu können. Doch um neue Monitaringmethoden im Bereich der Bauleitplanung sowie der Gebäudeuntersuchung aufzeigen zu können, werden zunächst neue Erfassungswerkzeuge aufgezeigt, mit denen 3D-Modelle mit hoher Genauigkeit erzeugt werden können. Die Basis dieser Werkzeuge sind bereits aus der Geodäsie bekannt. Durch die Hard- und Softwareentwicklung in diesem Bereich soll die Technikjedoch auch für andere Fachgebiete, die auf diesem Terrain tätig sind, zugänglich gemacht werden. die in Dadurch ist es nun möglich, auf Basis von Fotoaufnahmen einer digitalen Spiegelreflexkamera dreidimensionale Modelle von Gebäuden am Computer detailgenau nachzubilden. Diese Technik ist jedoch nicht ausreichend, um beispielsweise ein Gebäudemonitaring durchführen zu können. Aus diesem Grund soll sie durch Nutzung einer Tachymeter Totalstation erweitert werden, die zusätzlich in der Lage ist, automatisiert Punkte an Objekten zu messen. Dadurch besteht die Möglichkeit, weitere Details eines Objektes terrestrisch zu erfassen. Um allerdings auch die Möglichkeit zu erhalten, Bildmaterial von höheren Gebäuden zu erfassen und detailgetreu auszuwerten kommt ein Unbemanntes Flugobjekt zum Einsatz (UAV), das in der Lage ist, die zuvor erwähnte digitale Spiegelreflexkamera an der Unterseite zu transportieren und damit Fotos von Objekten oder ganzen Gemeindegebieten aus der Luft zu erfassen. Damit kann die zuvor am Boden geleistete Arbeit weiter ergänzt werden, und dabei sowohl Digitale Geländemodelle (DGM) als auch exakte dreidimensionale Dachrekonstruktionen von Gebäuden entstehen. Darüber hinaus werden weitere Details von höheren Objekten dargestellt, die beispielsweise vom Boden nicht r eindeutig oder zumindest nicht vollständig erkannt werden können.

Durch Kombination aller vorgestellten Erfassungsmethoden können sich neue Möglichkeiten im Monitaring entwickeln, da hierbei nicht nur eine zweidimensionale Sicht in Form von Plänen auf Gemeindegebiete oder Gebäude geworfen kann, sondern mithilfe der 3D-Technik nun auch die Möglichkeit besteht, die virtuelle Realität nachzuempfinden und in die Situation einzutauchen. Für Monitaringverfahren eignen sich die vorgestellten Erfassungsmethoden vor allem dadurch, dass eine schnelle Erarbeitung und Verwertung möglich ist und zusätzlich kostengünstig tagesaktuelle Bilder aus der Luft geliefert werden können, die als Grundlage für eine Beobachtung dienen können. Somit können in kurzen Zeitabständen dreidimensionale Modeliierungen der aktuellen Gegebenheiten realisiert werden und damit bei Handlungsbedarf zügig eingeschritten werden, um das weitere Vorgehen entsprechend planerisch lenken zu können.

Dadurch ergibt sich bei Nutzung der gesamten Erfassungsmethoden ein Instrumentarium für die Planung, die in der Lage ist, zügig dreidimensionale Modelle zu erstellen und damit die klassische Form des Monitarings um die dritte Dimension zu erweitern.

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