Jan 09

Die Kommunikation mit dem Bürger, dem „interessierten Laien”, hat sich, vor allem auf örtlicher Ebene, zu einer der Hauptaufgaben des Planers entwickelt. Das Grundproblem hierbei ist jedoch oft, dass der Laie nicht über den Fachverstand des Planers verfügt, die Planungen ihn jedoch direkt betreffen. Er will und soll sich an Planungsprozessen beteiligen können. Um die Basis für einen zielgerichteten Dialog legen zu können muss der Planer den Laien, trotz oftmals fehlenden Fachverstandes, bestmöglich informieren. Neben den bereits etablierten Methoden sollte heutzutage der Kanal der Augmented Reality herangezogen werden.

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Bei der Überlagerung der Realität mit virtuellen Informationen handelt es sich keineswegs mehr um eine Fiktion. Vielmehr bietet die Verfügbarkeit auf mobilen Endgeräten einen breiten Kanal mit hoher Anschlussfähigkeit. Viele technikbegeisterte Menschen können auf diesem Weg direkt angesprochen und für raumplanerische Themen, die letztendlich jeden betreffen, begeistert werden. Aber auch weniger technikaffine Menschen werden keinesfalls von diesem Kanal ausgeschlossen. Die Bedienung kann sehr intuitiv gestaltet werden, sodass Menschen jedes technischen Wissenstandes auf die Inhalte zugreifen können. Im Rahmen der Arbeit wurde eine 3D Modellierung durchgeführt, welche in eine Augmented Reality Ansicht eingebunden wurde. Die Vorgehensweise dabei und die Herausforderungen sind als Teil der Arbeit dokumentiert. Durchgeführt wurde dies anhand eines stadtplanerischen Konzepts einer Konversionsfläche in Trier. Das Thema Konversion ist vor dem Hintergrund des demographischen Wandels an Brisanz kaum zu überbieten. Verursacht durch diesen fallen immer mehr Flächen brach, aber dennoch werden tagtäglich andernorts Flächen neu versiegelt. Dies geht nicht mit dem vorhandenen Leitbild der Nachhaltigkeit einher. Es muss also Ziel sein vorhandene Flächenpotenziale attraktiver zu gestalten um die Innentwicklung weiter zu fördern.

Das erstellte Augmented Reality Modell des Sanierungsgebiets „Bahnausbesserungswerk/ Bobinet” zeigt am Beispiel das Potenzial einer solchen Konversionsfläche auf. Das Modell ermöglicht dem Betrachter eine Anschauung aus frei wählbaren Perspektiven, was es ihm erst ermöglicht ein wirkliches Gefühl für die neue Raumsituation zu gewinnen. Auch kann zwischen verschiedenen Planungsvarianten gewechselt werden, um diese miteinander vergleichen zu können. Mögliche Investoren gilt es zu überzeugen in eine, oftmals innerhalb gewachsener Siedlungsflächen liegende, Konversionsfläche zu investieren. Ein Augmented Reality Modell kann, vor allem unter Betrachtung möglicher zukünftiger Entwicklungen, entscheidend dazu beitragen.

Bacherlorarbeit zum Downloaden

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