Oct 08

Zum Abschluss der landesweiten Veranstaltungsreihe „Stadtzugänge“ thematisierte das BDA-Gespräch 2012 des Landesverbandes am 24. September 2012 im Düsseldorfer “Malkasten” virtuelle Zugänge zur Stadt.

Die mediale Vernetzung prägt den Lebensstil vieler Menschen sowohl im privaten Umfeld als auch in der Öffentlichkeit. Die Nutzung von Webtools wie Google Earth, Street View und anderen ist innerhalb weniger Jahre zum Allgemeingut geworden. Vielfach bewegt man sich schon virtuell in einer Stadt, bevor man sie tatsächlich betritt. Smartphones eröffnen dem Stadtbewohner oder Flaneur einen quasi synchronen Aufenthalt in der „analogen“ und der virtuellen, erweiterten Realität. Digitale Bilder und Stadtansichten überlagern die uns vertraute Wirklichkeit und überformen die Wahrnehmung der Stadt.

Begrüßung und Einführung
Reflexionen zur Veranstaltungsreihe „Stadtzugänge“

Peter Berner, Vorsitzender des BDA Landesverbandes NRW, blickte zurück auf die zweiwöchige Veranstaltungsreihe “Stadtzugänge”, an der sich 12 BDA-Gruppen mit eigenen Veranstaltungen in 11 Orten beteiligt hatten.
Der Vortrag von Peter Berner ist hier hinterlegt.

Vortrag
Von der Mitmachkarte zur erweiterten Realität – Neue Möglichkeiten für Präsentation, Partizipation und Planung

Der Vortrag wird in Kürze hier hinterlegt.
Dr. Peter Zeile und Stefan Höffken von der TU Kaiserslautern stellten innovative Internetplattformen vor, die sich mit dem Thema Stadt beschäftigen und ganz neue Informations- und auch Partizipationsmöglichkeiten bieten. Bedeutet der Einsatz dieser Medien neben dem Mehr an Informationen auch qualitativ neue Zugänge zum Erfahrungs- und Arbeitsfeld Stadt? Inwiefern lassen sich daraus Verbesserungen für die Planung generieren?

Infos zu den Referenten:

Peter Zeile schloss 2003 sein Studium der Raum- und Umweltplanung an der TU Kaiserslautern mit einer Diplomarbeit zu 3D-Stadtmodellen ab und wurde 2010 zum Thema „Echtzeitplanung – Die Fortentwicklung der Simulations- und Visualisierungsmethoden für die städtebauliche Gestaltungsplanung“ promoviert. 2004 bis 2009 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am CPE der TU Kaiserslautern tätig und untersucht dort seitdem für das Forschungsprojekt „Städtebauliche Methodenentwicklung mit Geo-Web und Mobile Computing“ die Fortentwicklung des städtebaulichen und raumplanerischen Methodenrepertoires durch technologische Neuerungen.

Stefan Höffken studierte Architektur an der Universidad Politecnica in Madrid und Stadt- und Regionalplanung an der TU Berlin. 2009 veröffentlichte er seine Diplomarbeit zu „Google Earth in der Stadtplanung“. Höffken ist Gründer und Mitglied des Vereins Urbanophil.net, der 2011 die Konferenz „Blogging in the City“ organisiert hat. Er forscht und lehrt zu den Themen Webmapping, Geografische Informationssysteme, Social Media und Partizipation. Derzeit arbeitet er am Fachgebiet Computergestützte Planungs- und Entwurfsmethoden CPE der TU Kaiserslautern an seiner Dissertation zum Thema mobile Partizipation.

Vortrag
Digitale Revolution und realer Raum

Der Vortrag wird in Kürze hier hinterlegt.

Anschließend problematisierte Dr. Brigitte Schultz, Redakteurin der „Bauwelt“, die im individuellen und gesellschaftlichen Kontext bereits ablesbaren oder vorstellbaren Auswirkungen der „digitalen Revolution“ einer näheren Betrachtung unterziehen. Wie gehen die Menschen mit diesen Umwälzungen um? Welche Auswirkungen haben sie auf die Rolle von Architekten und Planern? In welcher Weise verändern sich städtisches Leben und die Nutzung des öffentlichen Raumes?

Brigitte Schultz studierte Architektur in Berlin und Dresden und war als freie Architektin und Autorin tätig, bevor sie als Redakteurin bei der Fachzeitschrift Bauwelt zu arbeiten begann. 2008 erhielt sie das Elsa-Neumann-Stipendium des Landes Berlin zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses für ihre Forschungen über den Wandel des Stadtverständnisses seit den sechziger Jahren, zu denen sie 2012 promoviert wurde. Sie publiziert international, u.a. in Bauwelt, Arquitectura Viva und World Architecture und kuratierte kürzlich erfolgreich ihre erste Ausstellung im Architekturmuseum der TU Berlin. In diesem Jahr wurde sie aufgrund ihrer besonderen Leistungen als ständiges Mitglied in die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung berufen. [Quelle:bda-nrw]

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