Oct 01

Gunnar Hesch 2Die Stadt Kaiserslautern hat in ihrer Geschichte einen steten Wandel durchlebt, welcher sich auch in der Stadtgestalt niederschlug. Das Stadtzentrum, der Bereich des heutigen Rathaus-platzes, ist seit der Siedlungs-gründung im Jahr 800 nach Christus durchgehend besiedelt, und hat alle Epochen der Stadtgeschichte durchlebt. So wurde hier die Kaiserpfalz von Friedrich I. Barbarossa errichtet. Später wurde die Barbarossaburg weiter ausgebaut und stellte das Zentrum der Stadtentwicklung dar. Heute jedoch  ist die Burg inmitten der aktuellen Bebauung nur noch schwer vorstellbar. Durch den zweiten Weltkrieg und unterschiedliche Planungs-leitbilder gab es weitere große Umwälzungen in der Stadtgestalt. So sind beispielsweise durch den Zweiten Weltkrieg ein Großteil der gründerzeitlichen Bauwerke zerstört worden. Ein großes Ausstellungsgelände auf der Fläche des heutigen Volksparks, welches in den 1920ern und ihrem intensiven Fortschrittsglauben errichtet wurde, ist ebenso vollständig zerstört und nicht wieder aufgebaut worden. Lediglich eine übriggebliebene Statue erinnert an die prunkvolle Anlage. Wie könnte man dieses visualisieren, damit man ein Gefühl für Gestalt und Dimension der Anlage bekommt? Andere Bauwerke wie beispielsweise das Pfaffbad, das Karlsberg-Gebäude und das ehemalige Theodor Zink Museum haben den Krieg überstanden, wurden aber zu Anachronismen und mussten dem Fortschritt weichen. Sie wurden durch neue Baukomplexe ersetzt. Durch Fotos kann man zwar einen guten Eindruck davon bekommen wie die damaligen Gebäude aussahen, doch wäre es nicht interessanter, die historischen Gebäude im

heutigen Bebauungskontext zu sehen um ein Gefühl für sie zu bekommen? Dies ist durch den Einsatz von Augmented Reality Browsern auf aktuellen Smartphones durchaus umsetzbar. Diese Arbeit soll sich daher der Findung von Quellen, der Aktivierung von Freiwilligen, der Umsetzung von Beispielen und der Durchleuchtung des technischen Hintergrundes und den aktuellen Grenzen der Machbarkeit widmen.

Gunnar Hesch 2Ziel der Arbeit ist es nicht,  eine umfassende Augmented  Reality Darstellung  der Geschichte der  Stadt Kaiserslautern zu  erstellen, da sich dies als  endloses Unterfangen  darstellen dürfte. Es sollen  einige Leuchtturmprojekte  dargestellt werden, sowie  öffentliche Aufmerksamkeit  auf die Möglichkeiten  gelenkt werden, die mit  dem RADAR-System des  DFKI für Kaiserslautern entstehen.  Die Arbeit erhebt den Anspruch,  auch als Anleitung  für den interessierten  Laien zu dienen, der erste  Schritte in der Erstellung  von Inhalten für Augmented  Reality Anwendungen  wagen möchte.  Somit sollen für die Zukunft  die Grundlagen für  Folgeprojekte und eigeninitiiertes  privates Engagement  gelegt werden.

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