Apr 26

Gutleutviertel

Die rasanten Entwicklungssprünge in der Computertechnologie haben zu einer Digitalisierung der Bevölkerung geführt. Auch in der Stadtplanung hat die Computertechnologie Einzug gehalten. Die Arbeit mit Computersystemen, speziell CAD Software ist mittlerweile Standard. Sind die ersten Anfänge der Personal Computer in den 1970’ern für den Städtebau eher unbedeutend, ändert sich dies in den 1990’ern mit der Einführung des World Wide Webs und den enormen Entwicklungssprüngen bei der Computerleistung. Plötzlich ist es möglich, Daten und Pläne elektronisch zu übermitteln und die Ergebnisse einem breitem Publikum zu präsentieren. Der Digitale Entwurf hat die klassische Konzeption am Reißbrett nahezu komplett ersetzt.

Die 3D Modellierung von Entwürfen stellt einen enormen Fortschritt für die Stadtplanung dar. In der räumlichen Planung spielen speziell Aspekte wie zum Beispiel räumliche Wirkung eine große Rolle. Diese fehlt bei klassischen 2D Planwerken in der Regel und erst mit der Umsetzung konnte der Plan auf seine tatsächliche Wirkung hin beurteilt werden. Mithilfe von 3D Stadtmodelle kann das Plangebiet virtuell durchlaufen werden und so neben einer Akzeptanzsteigerung der Betroffenen, zu einer Qualitätssteigerung führen.
Das bedeutet, dass Fehlplanungen minimiert und damit enorme Kosten eingespart werden können.

Die 3D Visualisierung kann dazu führen der Öffentlichkeitsbeteiligung neuen Schwung zu verleihen. Das Infrastrukturprojekt Stuttgart 21 hat das Thema Bürgerbeteiligung wieder verstärkt ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Visualisierung war schon immer auch ein Mittel der Kommunikation. Die Präsentation und Vermarktung von Planung werden in Zukunft auch dank 3D Modellen eine zentrale Rolle im Planprozess einnehmen.

Die Aktualität und Zukünftig weiterhin bedeutsame Entwicklung von 3D Stadtmodellen für die Stadtplanung war für uns ein Grund sich mit der Thematik 3D Visualisierung zu beschäftigen. Wir persönlich erhoffen uns dadurch wertvolle Erfahrungen zu sammeln im Hinblick auf eine selbstständige und wissenschaftliche Bearbeitung eines konkreten Anlasses. Der Umgang mit den in der Arbeit verwendeten Programmen und Techniken zur 3D Modellierung, in die wir uns, neben den im Studium vermittelten Kenntnissen, im Rahmen der Arbeit selbst beibringen müssen, sehen wir als großen Wissensgewinn aber auch als große Herausforderung, dieses Wissen auch in der Praxis anzuwenden. Den konkreten Untersuchungsrahmen bildet ein von der Stadt Frankfurt am Main ausgewähltes Plangebiet, das derzeit stark diskutiert wird. Die Stadt möchte zukünftig Stadtentwicklung stärker mit Hilfe von 3D Modellen betreiben und anhand der vorliegenden Arbeit soll das Potenzial dazu herausgearbeitet werden.

Bachelorarbeit zum Downloaden

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One Response to “Analyse eines Stadtquartiers mittels 3D-Modellierung | Gutleutviertel – Frankfurt am Main | Paul Renner, Oliver Weber”

  1. […] Renner, Paul; und Oliver Weber (2011) Analyse eines Stadtquartiers mittels 3D-Modellierung am Beispiel des Gutleutviertel, Frankfurt am Ma… […]

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