Jan 13

Konzeptionelle Ideen zur Entwicklung eines Mobilitätskostenrechners

Mobilitätsausweis

Diese Diplomarbeit wurde im Rahmen der Kooperation des Fachgebietes CPE und CEIT Alanova erstellt, und ist Bestandteil des vom BMVIT geförderten Projekts im Rahmen des ways2go Programm.

Heute gibt es verschiedene und vor allem gegenläufige Trends, die von der Raumplanung beachtet werden müssen. Große Städte und Metropolregionen können ein Wachstum verzeichnen, während es gleichzeitig zu Schrumpfungen in strukturarmen Gegenden kommt. Wie hier die Entwicklungen der nächsten Jahre aussehen und vor welche Herausforderungen Planungsakteure gestellt werden, kann bisher nur erahnt werden. Gleichzeitig gibt es weiteren Bedarf nach innovativen und problemorientierten Instrumenten, die Planung erleichtern und vereinfachen. Gerade im Bereich der Wohnstandortwahl und Mobilität besteht großer Forschungsbedarf, da sich hier in den letzten 20 Jahren enorme Veränderungen ergeben haben, die auch für die Raumplanung von Belang sind.

An dieser Stelle soll der Mobilitätsausweis für Immobilien ansetzen. Dieses Instrument soll Privatpersonen eine Möglichkeit geben, potentielle Wohnstandorte hinsichtlich ihrer Kosteneffizienz abzuwägen oder eine Wohnstandortentscheidung zu überprüfen. Der Immobilienwirtschaft kann der Ausweis eine Grundlage zur Vermarktung von vakanten Immobilien geben. Planer schließlich sollen mit dem Mobilitätsausweis Siedlungsstrukturen und Verkehrsangebot überprüfen und hinsichtlich fehlenden Angebots Gegenmaßnahmen ergreifen können.

Oftmals spielt bei der Suche einer geeigneten Immobilie der Preis die wichtigste Rolle. Zudem ist es wichtig, ob es den Suchenden eher in die Stadt oder auf das Land zieht. Sind diese Kriterien festgelegt, gibt es oft einen mehr oder weniger großen Spielraum an Alternativen. Meist zählt danach ein subjektiver Eindruck, nach welchem der Mieter oder Käufer entscheidet. Welche Kosten durch eine solche Wahl entstehen, ist mittel- und langfristig für einen Immobiliensuchenden kaum abschätzbar. Insbesondere die Kosten für Mobilität spielen in einer solchen Überlegung oft nur eine untergeordnete Rolle. Der Immobilienpreis stellt dabei allerdings nur einen Teil der fixen Kosten dar. Einen großen Teil machen auch die Kosten für Mobilität aus. Deshalb soll mit dem Mobilitätsausweis für Immobilien ein Instrument für Planer, Immobilienbranche und Privatpersonen geschaffen werden, das es ermöglicht, diese Kosten transparent zu machen und eine Immobilie hinsichtlich ihres Mobilitätspotenzials für den jeweiligen Nutzer zu kategorisieren.

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