Dec 06

Zur Klarstellung:

Einer Studentin wurden am vergangenen Wochenende in Neustadt die Bestandsaufnahme mit Hilfe einer Fotokamera  durch einen Hausmeister verwehrt. Er teilte ihr mit, das Fotografieren sei unrechtmäßig und die gemachten Bilder müssen gelöscht werden.

Dies ist unrechtmäßig!

Sämtliche Bilder, die aus dem öffentlichen Raum angefertigt werden, sind rechtmäßig. Es besteht keine Verpflichtung gegenüber sonstigen Dritten, diese Bilder zu löschen oder Personalien etc. auszuhändigen. Dies ist auch mit der verantwortlichen Person des Stadtplanungsamtes Neustadt so abgesprochen – d.h. die Bestandsaufnahme zum Entzerren der Fassaden kann ganz “normal” durchgeführt werden.

Wer sich zum Thema “Urheberrechte an Werken der Baukunst” noch weiter informieren will, in der Diplomarbeit von Sebastian Althoff ist auf der Seite 95 ein sehr interessanter Absatz dazu:

“Der §59 UrhG gestattet die Aufnahmen von Gebäudeansichten, die von öffentlich zugänglichen Orten aus sichtbar sind – eine Verwendung von technischen Hilfsmitteln oder das Überwinden von Hindernissen zur Erlangung der Aufnahmen ist ohne Einwilligung des Rechteinhabers nicht zulässig. So ist es beispielsweise ohne Erlaubnis nicht rechtens, den befriedeten Innenhof oder Vorgarten zu betreten oder die Kamera mit einem Kran über eine Mauer zu halten. „Im Ergebnis sind somit nur die Aufnahmen solcher Teile von Baulichkeiten erlaubt, die von öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen aus erkennbar sind und auch von dort aus vorgenommen werden können. “ [Homann 2009: S.197]

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