Apr 07

GIS -gestützte Analyse von Raumnutzungsmustern in der Stadt

aufbauend auf Arbeiten von Martin Berchtold & Philipp Krass

Ziel des Projektes ist es, anhand von kartierten Bewegungsmustern der Probanden eine Raumnutzungskartierung für Raum- und Umweltplaner und Architekten zu erstellen. Dies sieht folgendermaßen aus: Die Teilnehmer des Projektes kartieren 2 Wochen lang auf einer Open Street Map Kartenbasis alle Strecken, die sie zurücklegen, und klassifizieren sie nach Start und Ende des Weges, den Zweck und das gewählte Verkehrsmittel. Zusätzlich sollen im Sinne von Kevin Lynchs Mental Maps besondere Punkte der Stadt separat kartiert und fotografisch (per Handycam – sofern verfügbar) dokumentiert werden. Wichtig in dieser Bestandsaufnahmephase ist, dass ALLE Wegstrecken kartiert werden, nicht nur Wege in Kaiserslautern.

Alle aufgenommenen Daten werden ANONYMISIERT (sofern gewünscht ) zentral gesammelt und stehen im zweiten Teil des Projekts jedem Projektteilnehmer zur Analyse zu Verfügung. Über GIS-gestützte Dichteberechnungen, geostatistische Auswertungen, Netzwerkanalysen und weitere medienexperimentelle Auswertungsmethoden sollen so Raumnutzungsmuster erkannt und auf eventuell auftretende Planungserfordernisse hin untersucht werden. Beispiele hierfür werden am Besprechungstermin erläutert, weiterführende Methoden sollen von den Bearbeitern auf überraschende Erkenntnisse hin entwickelt werden. Da das medienexperimentelle Entwerfen bei der Bearbeitung im Mittelpunkt steht, gibt es in sofern keine „falschen” oder richtigen” Ergebnisse, sondern nur „gut begründete” oder schlichtweg „an den Haaren herbeigezogene” Resultate.

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Visualisierung einer Density Map aus dem Projekt emomap Mannheim [Zeile 2009]

Die Daten selbst werden mit einem GIS-System aufgenommen, bearbeitet, analysiert und präsentiert (Näheres in der Veranstaltung) wobei vor allem auch der potenzielle Anwendungsbezug für die Raumplanung soll herausgestellt werden. Zusätzlich wird der Umgang mit der Open Source Kartenquelle OSM als Lernziel forciert. Darüber hinaus stehen Techniken der Präsentation der Ergebnisse mithilfe von 3D Displacement Maps in 3D Max und die weiterführende Bearbeitung der Daten mithilfe von Sketchup und Google Earth im Fokus der Veranstaltung, die in einem Workshop erläutert werden.

Displacement Map emomap Mannheim

Displacement Map aus dem Projekt emomap Mannheim [Zeile 2009]

Die eingesetzten Methoden sowie der Workflow für die Erstellung der Ergebnisse sollen knapp aber prägnant schriftlich dokumentiert werden. Dies geschieht im Gegensatz zur Bestandsaufnahme in Zweiergruppen. Zusätzlich wird die Präsentation in Form einer Pecha Kucha Night abgehalten, was soviel heißt, dass jede Gruppe ihre Ergebnisse mithilfe von 20 Folien, die nur 20 Sekunden projiziert werden, präsentieren müssen. Die Präsentation jeder Gruppe dauert 20×20 Minuten und ist in 6:40 min somit fertig. Das weitere Prozedere kann auf http://www.pecha-kucha.org/ recherchiert werden, das in Gänze so durchgeführt werden soll.

References
Berchtold,M; Krass, P.: Aus Tabellen werden Bilder – Der konzeptionelle Einsatz von GIS in der Planung, GIS-Business 01/08, 2008
Berchtold,M.; Zeile, P.: Raumnutzungsmuster. Menschen als Messfühler? , Vortrag EDV-AG BW Jahrestagung, Stuttgart, 2009
Lynch, K.: Das Bild der Stadt., Berlin  Frankfurt/M.  Wien.  Ullstein. 1965.
Matei, S.: Mental Maps – Los Angeles three-dimensional mental map of fear. 200
Zeile, P.; Höffken, S.; Papasetfanou, G.: Mapping People? The meeasurement of physiological data in city areas and the potential benefit for urban planning, Conference Proceedings of REALCORP 2009, Sitges/Vienna, 2009

Für nähere Informationen findet ein Treffen für Interessenten am 22.04. um 14.30 Uhr im Lehrgebiet CPE, Raum U33 statt.

Peter Zeile, Jan-Philipp Exner, Bernd Streich,

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