Oct 27

Vortrag Peter Zeile auf KOMCOM Bayern 2008

Werbung und Public Relations sind nicht nur für Unternehmen sondern auch für Städte im Kontext globalisierter Wirtschaftskreisläufe ein wichtiges Aufgabenfeld für die Attraktivitätssteigerung des Standorts. Neben harten Standortfaktoren wie Steuern, Abgaben, Subventionen, Absatzmarkt, Infrastruktur, Arbeitskräftepotenzial und Ressourcenverfügbarkeit spielen auch die sogenannten weichen Standortfaktoren wie Kulturangebot, Freizeitmöglichkeiten, Bildungsangebot und das Erscheinungsbild der Stadt eine große Rolle in der Bewerbung der Städte. Beschränkte man sich früher auf klassische Kanäle wie Print, TV, Radio und später auch den städtischen Internetauftritt, so bieten sich gerade durch den Wechsel zu Web2.0-Techniken, Social Bookmarking Dienste und die einfache und schnelle Erstellung von 3D-Stadtmodellen neue, interessante Möglichkeiten, Städte mit interessanten Techniken darzustellen bzw. subtil zu bewerben.
Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit diesem Thema ist der Aufbau von virtuellen 3D-Stadtmodellen gewesen, die zum einen sinnvolles Planungshilfsmittel sind, zum anderen den Städten auch das Image von Innovation und Zukunftsfähigkeit verleihen. Bei der Arbeit in diesem Themenfeld wurde neben alternativen Techniken bei der Erstellung der 3D-Modelle auch der Fokus auf neue Einsatzfelder von 3D-Modellen gelegt, sodass eine Vielzahl von Methoden gesammelt werden konnte, die ein großes Potenzial für Marketingstrategien versprechen.
Einige Beispiele sind:
Virtual Earth Systeme sind mittlerweile etablierte Systeme. Einige interessante, und gerade im städtischen Kontext sinnvolle Neuerungen sind die letzten Monate hinzu gekommen: Nach der Veröffentlichung des Internetbrowser-Plugins von Google Earth ist es nun möglich, mithilfe der Google Earth Programmierschnittstelle den virtuellen Globus über eine Art Fernsteuerung, der Google Earth
COM API, im Browser zu bedienen. Einige Webseiten im Internet bieten auch schon einfache freie Anwendungen an, die dem interessierten Nutzer die Programmierarbeit abnehmen.
Die Bilderressourcen im Internet zu berühmten Plätzen und Bauwerken sind riesig. Der Nachteil ist, dass die meisten Bilder nur veröffentlich werden, und keine Meta-Information zum Aufnahmeort besitzen. Abhilfe kann man hier mit dem sogenannten Geotagging schaffen. Einige wenige Kameramodelle haben schon GPS-Empfänger integriert, sodass jedes Bild eine exakte Ortsbestimmung erhält. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Bilder nachträglich zu taggen, entweder über die Mitführung eines kleinen GPSLoggers oder über die manuelle Positionierung in Diensten Locr. Versieht man die Bilder zusätzlich noch mit Schlagworten, so können die Bilder über eine Tag Map auch eine Attributierung der Stadt erzeugen.
Die dreidimensionale Sammlung und Verwaltung von Bildern, die Microsoft in seiner neuen Anwendung Photosynth vorgestellt hat, ist ein weiterer Ansatz. Hierbei werden die fotografierten Orte nicht nur als Bild angezeigt, sondern gleich virtuell in eine räumliche Beziehung zueinander gesetzt. Dies geschieht durch Kombination und Überlappung der Fotos, die automatisiert zu dreidimensionalen Punktwolken und Panoramen zusammen geführt werden. Das Resultat ist in Echtzeit dargestellt und der Benutzer kann bis zu kleinsten Details in die Bilder hineinzoomen. Auch dieser Dienst kann wieder in die eigene Homepage integriert werden. Abgerundet werden diese neuen imagebildenden Techniken durch interessante Web2.0 Communities und Social Bookmarking Dienste wie Flickr, Panoramio, Placeopedia, aber auch der Videodienst
Youtube, die dem Benutzer eine Vielzahl von Möglichkeiten bieten, die zudem einfach in jeden Internetauftritt integriert werden können.

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