May 14

Vortrag auf der REALCORP 2008 von Peter Zeile, gemeinsam mit Dr. Jorgos Papastefanou und Stefan Höffken

Google Earth wird im Bereich der Stadtplanung zunehmend als (Hilfs-)Werkzeug für klassische Arbeitsbereiche genutzt. Durch die Kombination mit anderen Programmen und Technologien bieten sich nun Möglichkeiten für die Disziplin, um neue Bereiche und Methoden zu erschließen. In Kombination mit GPS werden unter dem Begriff des Geotagging z.B. Bilder und andere Informationen mit ihren Koordinaten versehen und können damit ortsbezogen in Google Earth eingebunden und verlinkt werden. Insbesondere durch Mashups werden Informationen zunehmend verortet. Daten werden damit nicht nur in ihren inhaltlichen, sondern auch räumlichen Kontext gesetzt. Gerade für eine raumbezogene Disziplin bietet sich hier enormes Potential, denn Raumwissen kann zunehmend einfacher in den Raum gebracht werden. Neben diesen „statischen“ Daten können zunehmend auch Bewegungen aufgezeichnet und dargestellt werden. Durch das Tracken von Bewegungen (z.B. von Taxen, Personen, etc.) werden ortsbezogene Daten um die zeitliche Dimension ergänzt. Dies ermöglicht z.B. die Visualisierung von Bewegungsmustern. Auch hier dient Google Earth als guter Viewer, denn neben der grafischen und georeferenzierten Darstellung bietet es die Möglichkeit der Animation (Zeitleistenfunktion).
Tracks in Mannheim
Mit diesen technischen Entwicklungen können Städte anders kartografiert und somit anders analysiert und verstanden werden. Denn gegenüber klassischen Karten, sind hiermit „dynamische“ Karten möglich. Dabei werden allerdings „harte Informationen“ (Fakten) kartografiert. „Weiche Informationen“, wie
emotionale Reaktionen oder affektive Befindlichkeiten, die insgesamt zum Wohl- und Unwohlbefinden am jeweiligen Ort beitragen, werden hierbei nicht erfasst. Diese Lücke will das Projekt „Ein emotionales Kiezportrait“ schließen. Explorativ wird in unterschiedlichen Projekten untersucht, wie Menschen einen Stadtraum emotional erfahren.

Das komplette Paper hier.

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