Jun 15

Kreative Milieus blicken in Amsterdam auf eine lange Tradition zurück. Die Niederlande und insbesondere Amsterdam gelten als weltoffen und liberal. Subkulturelle Milieus fühlen sich hier schon seit langem wohl. Ihre Zusammensetzung und Motivation ist einem ständigen Wandel unterworfen. Wenig Beachtung fand jedoch bisher die Frage, wie die Menschen aus kreativen Milieus in Amsterdam leben. Dieser Frage soll nun nachgegangen werden.
Im ersten Teil der Arbeit wird der theoretische Hintergrund erläutert. Die aktuelle gesellschaftliche Ära wird als Wissensgesellschaft bezeichnet. In ihr ist Wissen zur zentralen Voraussetzung gesellschaftlicher Entwicklung und zur wichtigsten Produktionskraft geworden. Um nun einzelne Bevölkerungsgruppen definieren zu können, wird auf die Milieustruktur zurückgegriffen. Begriffe, wie beispielsweise Milieu, Kreativität, kreatives Milieu, werden definiert und in Relation gesetzt.
In einem nächsten Schritt erfolgt die Erläuterung zur Klassifizierung der Bevölkerung mit Hilfe von Milieus und Lebensstilen. An dieser Stelle werden beispielhaft die Lebensstiltypologien nach Schneider/ Spellerberg und Noller sowie die Milieutypologien nach Sinus und Schulze genannt. Berufe aus den Branchen Architektur, Kunst und Kultur werden beispielsweise als kreativ eingestuft. Aus diesem Personenkreis kann sich das kreative Milieu rekrutieren; allerdings gibt es eine Vielzahl weiterer Bedingungen.

In dem theoretischen Teil der Arbeit wird auf die Bezeichnung „kreative Wissensstadt“ für Amsterdam eingegangen. Städtekonkurrenzen und die neuen Dienstleistungen sowie die neuen Standortfaktoren spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle. Flexibilisierung, Internationalisierung, Toleranz und Kreativität sind die neuen Schlagworte.

Nach der Erarbeitung der theoretischen Grundlagen folgt der praktische Teil der Arbeit. Der praktisch orientierte Teil der Diplomarbeit beginnt mit der Begründung der Stadtauswahl und einer differenzierten Analyse der Stadt Amsterdam. Die folgenden Faktoren wurden in der Stadtanalyse berücksichtigt:
• Allgemeine Daten
• Lage im Raum
• Infrastruktur
• Stadthistorie
• Bevölkerung
• Wirtschaft
• Kultur und Freizeit
• Ausländeranteil
– Das Beispiel Amsterdam
• Haushaltsstruktur
Aufbauend auf die theoretischen Grundlagen aus dem vorhergehenden Kapitel und der Analyse der Stadt wird nun der Kernfrage der Arbeit „Wie leben Menschen aus kreativen Milieus?“ nachgegangen. Zu dieser Betrachtung gehört auch die Analyse des Wohnumfeldes. Beispielhaft wird an dieser Stelle die Gruppe der Architekten betrachtet. Es wird eine Befragung von Architekten in Amsterdam durchgeführt. Sie werden zu ihrem Arbeits- und Wohnstandort, aber auch zu ihrer professionellen Einschätzung, wie kreative Menschen in Amsterdam leben, befragt.
Den Abschluss der Arbeit bildet das Fazit. Darin wird die Relevanz der gewonnenen Erkenntnisse für die Raumplanung dargestellt. Weiterhin wird darauf eingegangen, wie sich Standortfaktoren verändert haben. Aber auch Brain Drain, also die Migration besonders ausgebildeter oder talentierter Menschen aus der Stadt, ist ein wichtiges Stichwort.

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Jun 15

Wo findet st¨adtisches Leben statt? Kann man im Zeitalter der Telekommunikation ¨uberhaupt noch Raumtypologien heranziehen um etwas spezifisch urbanes identifizieren zu können? Während im Urbanitätsdiskurs stets die ¨Offentlichkeit im städtischen Raum gesucht wird, findet die öffentliche Diskussion schon längst nicht mehr auf öffentlichen Plätzen statt, sondern in den Medien. Daran lässt sich auch partizipieren, wenn man im ländlichen Raum lebt. Was also prägt das städtische Lebensgefühl im angehenden 21. Jahrhundert? In welcher Weise werden die Kommunikationsmedien die Wahrnehmung der Stadt und des Stadtgefühls verändern? Und wie sollte die Stadtplanung darauf reagieren? Was bedeutet es, online zu leben? Und welche Bedeutung hat der gebaute Raum hierbei?

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